Der Bedarf an hochaufgelösten und fehlerfreien Messungen der Größen Wasserstand und Durchfluss wird immer wichtiger. Verschiedenste Messsysteme kommen hierbei zum Einsatz, welche alle von Natur aus einen gewissen Grad an Unsicherheiten beinhalten. Um die Aussagekraft und Zuverlässigkeit einer Messung beurteilen zu können, ist es notwendig, das Messergebnis mit einer Unsicherheitsangabe zu versehen. Die Entwicklung eines vereinfachten Berechnungsansatzes soll das Fachpersonal hinsichtlich der Angabe von Messunsicherheiten sensibilisieren.
Für viele wasserwirtschaftliche Aufgabenbereiche bilden die Größen Wasserstand (W) und Durchfluss (Q) die Grundlage, auf der Bemessungswerte ermittelt, Planungen durchgeführt und Unterhaltungsmaßnahmen entschieden werden. Darüber hinaus sind diese Größen grundlegend zur Erstellung und Validierung von Wasserstand-Abfluss-Beziehungen und werden in verschiedenen Vorhersagemodellen sowie zur Kalibrierung von hydrodynamisch-numerischen Modellen genutzt [1].
Unter Berücksichtigung eines gewissen Genauigkeitsanspruches an die Daten selbst bedarf es einer möglichst hochaufgelösten, kontinuierlichen und vor allem fehlerfreien Erfassung von W und Q. Der Einsatz verschiedener Verfahren zur Durchflussbestimmung aber ebenso die Messsysteme selbst beinhalten von Natur aus einen gewissen Grad an Unsicherheiten, welcher zum Beispiel aus systembedingten Messunsicherheiten oder Ablesefehlern resultiert, wodurch die fehlerfreie Erfassung der genannten Größen grundsätzlich beeinflusst wird. Für die Beurteilung der Zuverlässigkeit und der Aussagekraft einer Messung ist es notwendig, diese mit einer Angabe der Unsicherheit zu versehen. Ebenfalls für den Vergleich der Messergebnisse untereinander oder mit Referenzwerten ist eine Unsicherheitsangabe von hohem Nutzen [2]. Diese Angabe erfolgt über die Beschreibung der Unsicherheit des Messergebnisses selbst.
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Lehrgebiets für Wasserbau und Hydromechanik (LWH) der Hochschule Bochum mit dem Wupperverband, der Emschergenossenschaft und Lippeverband sowie der Linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft zur detaillierten Untersuchung und Bewertung von Unsicherheiten bei Durchflussmessungen wurden unter Berücksichtigung der Berechnungsverfahren der DIN 748 [5], dem „Leitfaden zu Messunsicherheiten in der Hydrometrie" (HUG) bzw. dem „Guide to the expression of uncertainty in measurement" (GUM) [4] diverse Durchflussmessungen ausgewertet und deren Messunsicherheit bestimmt. Im Zuge der Untersuchungen wurde deutlich, dass der Berechnungsvorgang zur Angabe der Messunsicherheit ein zeitaufwendiger und komplexer Prozess ist. Dies führt dazu, dass dieser Vorgang in der wasserwirtschaftlichen Praxis keine oder nur sehr wenig Anwendung findet. Zudem werden in Fachkreisen bestimmte Berechnungsgrundlagen kontrovers diskutiert [3].
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| Quelle: | Wasserwirtschaft - Heft 07 und 08 (August 2019) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Felix Simon Fabian Netzel Prof. Dr.-Ing. Christoph Mudersbach | |
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Wasserkraftnutzung und EG-Wasserrahmenrichtlinie
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Immer mächtiger werden die Forderungen verschiedener Kreise, die Wasserkraftnutzung zu beschränken oder nur noch bei Erfüllen massiver gewässerökologischer Maßnahmen zuzulassen. Was macht das Sinn, wenn das Medium Wasser durch Schmutzstoffe und hier besonders Spurenstoffe schon so „verseucht“ ist, dass Gewässerorganismen sich unterhalb üblicher Kläranlagen gar nicht mehr selbst reproduzieren können?
Die neuen Umweltqualitätsnormen nach dem Vorschlag der Kommission für eine Richtlinie zur Änderung der Richtlinien 2000/60/EG und 2008/105/EG in Bezug auf prioritäre Stoffe im Bereich der Wasserpolitik
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (3/2013)
Zu den vordringlichen Zielen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie1
(WRRL) gehört das Erreichen eines guten
chemischen und ökologischen Zustands von Oberflächengewässern
und Grundwasserkörpern. Die Richtlinie wird von
den Mitgliedstaaten auf der Ebene der Flussgebietseinheiten
umgesetzt. Dazu waren die Mitgliedstaaten verpflichtet, bis
2009 Bewirtschaftungspläne für ihre Einzugsgebiete sowie
Maßnahmenprogramme für jede Gebietseinheit zu verabschieden.
Die Vorgaben der WRRL wurden in Deutschland
legislativ durch die Siebte Novelle zum Wasserhaushaltsgesetz
und durch Änderung der Landeswassergesetze umgesetzt.
Um das Ziel eines guten chemischen Zustands zu erreichen,
müssen Wasserkörper die Umweltqualitätsnormen2
(UQN) einhalten, die auf EU-Ebene als sog. prioritäre und
prioritär gefährliche Stoffe festgelegt worden sind3.
Entfernung von Arsen, Nickel und Uran bei der Wasseraufbereitung
© Vulkan-Verlag GmbH (11/2011)
Arsen, Nickel und Uran erreichen gelegentlich im Rohwasser, das zur Trinkwassergewinnung genutzt wird, Konzentrationen, die eine Entfernung dieser Stoffe erforderlich machen. In den seltensten Fällen handelt es sich direkt um anthropogene Einträge; meist stammen diese Stoffe aus natürlichen Quellen. Allerdings können menschliche Aktivitäten die Mobilisierung der Stoffe verursacht haben. In diesem Beitrag werden die wesentlichen Regeln beschrieben, die bei der Beurteilung von notwendigen aufbereitungstechnischen Maßnahmen zur Verminderung der Spurenstoffkonzentration und bei der Auswahl geeigneter Aufbereitungsverfahren zu beachten sind. Vorausgesetzt wird, dass Maßnahmen geprüft und ggf. ergriffen wurden, um die Einträge dieser Spurenstoffe in das Wasser zu verhindern bzw. zu minimieren
und diese Maßnahmen nicht zum Erfolg geführt haben.
Historische Hochwasserereignisse der deutschen Mosel
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Vorwiegend durch Aufmaß von über 900 Hochwassermarken wurden historische Ereignisse der Mosel rekonstruiert und mittels hydraulischer Berechnungen sowie historischer Berichte plausibilisiert. Die Datenbasis für statistische Analysen wurde erweitert. Die Hochwassergefährdung kann den potenziell betroffenen Flussanliegern besser verdeutlicht werden.
Maßnahmeplanung und Erfolgskontrolle mit Hilfe von historischen Vergleichsdaten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (2/2010)
Historische Vergleichsdaten sind eine unverzichtbare Grundlage, um die Veränderung von hydraulisch-morphologischen Parametern an Flüssen zu ermitteln und mit Bezug auf Maßnahmen zu bewerten. Beispielhaft werden für die Elbe Vergleiche unter Einbeziehung der Ergebnisse von Modellberechnungen vorgestellt.
