Der hydrographische Dienst Steiermark betreibt ein Messnetz mit rund 1 300 aktiven Stationen in den Bereichen Niederschlag und Lufttemperatur, Oberflächengewässer, Grundwasser und Quellen. Aufgrund der unterschiedlichen Topologie der Steiermark muss hier auf ein breites Spektrum an Übertragungsvarianten zurückgegriffen werden. Im folgenden Beitrag werden die Erfahrungen im Messnetz sowie die damit in Verbindung stehenden Herausforderungen beleuchtet.
Die Möglichkeiten der neuen Technologien der Datenfernübertragung fordern auch die Hydrographie zur Anpassung an den Stand der Technik sowie deren Ausfallssicherheit in Hochwassersituationen. Vom alpinen Bereich der Zentralalpen im Nordwesten der Steiermark bis zum Flachland im Südosten sind verschiedenste topografische Eigenschaften bei dieser Aufgabenstellung zu berücksichtigen. Dies bedingt spezielle Anforderungen, welche im Bereich des Messnetzes (Datenverfügbarkeit sowie der Datenübertragungswege) sowie auch der Datenhaltung und der automatischen Datenweitergabe berücksichtigt werden müssen.
Das Messnetz der Steiermark
Das Messstellennetz der Steiermark mit rund 1 300 Stationen erstreckt sich von 200 m Seehöhe im Südosten der Steiermark bis hin zur höchstgelegen Messstelle auf rund 1 900 m Seehöhe im Nordwesten. Von diesen 1 300 Messstationen werden momentan etwa 450 Stationen fernübertragen.
Diese Messstationen werden in folgende Sachbereiche unterteilt:
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH | |
| Quelle: | Wasserwirtschaft - Heft 07 und 08 (August 2019) | |
| Seiten: | 4 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Hans-Jörg Holzer | |
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