Die Randbereiche der Wasserstand-Durchfluss-Beziehungen sind in der Regel nur mit sehr wenigen oder keinen Durchflussmessungen belegt. Insbesondere der Bereich extremer Hochwasser hat große Bedeutung für deren Vorhersage und für Bemessungsaufgaben. Zur Bestimmung der Durchflussscheitel großer Hochwasser können hydraulische Modelle eingesetzt werden. Um hinreichend genaue Werte zur Extrapolation der Wasserstand-Durchfluss-Beziehung zu erhalten, muss eine sorgfältige Kalibrierung an Hand von Messungen und augenscheinlichen Beobachtungen erfolgen.
Im Gegensatz zum Wasserstand W mit seiner auf interessierende Lokalitäten abstellenden Bedeutung ist der Durchfluss Q die Grundlage zur Übertragung von Informationen über die Wasserbewegung in den Fließgewässern. Ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Größen besteht darüber hinaus in deren Messbarkeit. Kann der Wasserstand direkt erfasst werden, z. B. durch die visuelle Ablesung an einer Pegellatte oder die mechanische Übertragung der höhenmäßigen Veränderung der Wasserspiegellage über ein Schwimmersystem auf ein mechanisches oder elektronisches Aufzeichnungsgerät, besteht für den Durchfluss mit heute verfügbaren Technologien diese Möglichkeit nicht. Der Durchfluss muss indirekt über die Messung der Fließgeschwindigkeit vi, z. b. durch Messung der Umdrehungszahl von geeichten Schaufeln eines hydrometrischen Flügels oder der Laufzeit von Ultraschallwellen, und deren Integration über die Wasserspiegelbreite b und die Wassertiefe h erfolgen. Es gilt:
Q = ∫ 0 b ∫ 0 h v i ( h, b ) dh db
Die Messungen sowohl des Wasserstandes als auch der Fließgeschwindigkeiten können kontinuierlich ausgeführt werden, so dass auch die Möglichkeit zur kontinuierlichen Bestimmung des Durchflusses gegeben ist. Das heute am weitesten verbreitete Verfahren zur kontinuierlichen Aufzeichnung besteht aus der Ableitung des Durchflusses über eine Wasserstand-Durchfluss-Beziehung (W-Q-Beziehung oder Durchflusskurve). Detaillierte Hinweise zu ihrer Aufstellung gibt Morgenschweis [6]. Dabei wird vereinfachend von einer stationären Wasserbewegung ausgegangen, die z. B. mit:
Q stat = K 1 . h m
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH | |
| Quelle: | Wasserwirtschaft - Heft 07 und 08 (August 2019) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Uwe Büttner Erhard Wolf Thomas Fichtner Uwe Köhler Christin Mudra | |
| Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden. | ||
Grundinstandsetzung der linken Schleusenkammer der Schleuse Lauffen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2023)
Damit der Neckar künftig auch für längere Schiffe befahrbar ist, werden die Neckarschleusen sukzessive ausgebaut - so auch die Schleuse Lauffen. Gleichzeitig war hier eine Grundinstandsetzung nötig. Das Projekt erforderte hochpräzise Arbeiten, sowohl beim Bau der Schleusentore als auch bei der Schleusenanlage selbst. Die vermessungstechnische Bauüberwachung übernahm Afry Deutschland.
Development of physical-biological filters for groundwater remediation of
tetrachlorethen and naphthalene
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2022)
Groundwater contamination by anthropogenic organic compounds represent a serious threat to water resources, which therefore have to be remediated to be available for future use. In addition, such remediation actions are often time and cost intensive. Hence, the overall goal of the presented project is the development of a physical-biological ex-situ filter for their effective removal.
Wasserkraftnutzung und EG-Wasserrahmenrichtlinie
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2022)
Immer mächtiger werden die Forderungen verschiedener Kreise, die Wasserkraftnutzung zu beschränken oder nur noch bei Erfüllen massiver gewässerökologischer Maßnahmen zuzulassen. Was macht das Sinn, wenn das Medium Wasser durch Schmutzstoffe und hier besonders Spurenstoffe schon so „verseucht“ ist, dass Gewässerorganismen sich unterhalb üblicher Kläranlagen gar nicht mehr selbst reproduzieren können?
Verluste und Auslegung von Schrägrechen anhand ethohydraulischer Studien
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2020)
Als mögliche Lösung zur Herstellung des Fischschutzes und der Durchgängigkeit an Wasserkraftwerken hat sich der schräg angeströmte Horizontalstabrechen, hier als Schrägrechen bezeichnet, inzwischen bewährt. Nun wurden anhand wissenschaftlicher Labor- und Feldstudien die Ermittlung
der hydraulischen Verluste, d. h. Rechenverluste, am Schrägrechen und die hydraulischen Signaturen, welche durch den Rechen hervorgerufen werden, untersucht. Die Schutz- und Leitwirkung auf abwandernde Lachssmolts und Aale konnte daran anknüpfend in ethohydraulischen Studien für
unterschiedliche Rechenparameter ermittelt werden.
Aktives Flächenmanagement zur Vorbereitung von Fließgewässerrenaturierung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Maßnahmen zur Renaturierung von Fließgewässern benötigen Flächen, die im Regelfall Nutzungen zugeführt sind. Vorausschauendes Flächenmanagement sowie Kooperation und partizipatives Vorgehen sind hier notwendig, um die Belange der Grundstückseigentümer aufgreifen zu können und die benötigten Flächen verfügbar zu machen. Am Beispiel vom Vorpommern wird dieses prospektive und stategische Flächenmanagement vorgestellt.
