Sanierung eines Deiches am Toten Meer, Israel, mit Hilfe einer 18 km langen Schlitzwand

Der ca. 15 m hohe und ca. 18 km lange Umschließungsdeich eines Verdunstungsbeckens zur Kaligewinnung südlich des Toten Meers in Israel ist aufgrund von Erosion des Dichtungskerns beschädigt. Zum Schließen der erosionsbedingten Hohlräume wurde in einem ersten Schritt eine dynamische Intensivverdichtung durchgeführt. Zur Abdichtung des Deiches und des Untergrunds wurde eine 30 m tiefe Schlitzwand mit innenliegender Spundwand gebaut.

 1 Projekt
Die Dead Sea Works Ltd. (DSW), Beer Sheva, Israel, betreiben südlich des Toten Meeres Verdunstungsbecken zur Gewinnung von Kali und anderen verwertbaren Salzen aus der Lauge des Toten Meeres (Bild 1). Das nördlichste Verdunstungsbecken, der sogenannte Pan 5, ist ca. 75 km² groß und hat ein Laugenvolumen von ca. 150 bis 200 Mio. m³. Der nördlichste Deich 5/8 verläuft zunächst von West nach Ost, schwenkt dann nach Südosten und weiter südlich nach Süden, wo sich der Deich 4/8 anschließt. Zusammen haben beide Deiche eine Länge von ca. 18 km, und sie verlaufen entlang der Grenze nach Jordanien (Bild 1) [1]-[3]. Die Verbindung zur Küste wird durch den ca. 6 km langen von Ost nach West verlaufenden Deich 3/5 hergestellt. Durch die infolge der Sonneneinstrahlung besonders starke Verdunstung kristallisiert im Pan 5 zunächst das Steinsalz aus, was zu einem jährlichen Anstieg der Beckensohle und damit des Laugenspiegels von ca. 20 cm führt. Dem entsprechend ist eine Erhöhung der Deiche von im Mittel 20 cm pro Jahr notwendig.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 04 - 2019 (Mai 2019)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Prof. Dr.-Ing. Walter Wittke
Dr.-Ing. Martin Wittke
Amir Zakin

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