3-D-Visualisierung von vorhandenen Staubauwerken zur holistischen Planung und Überwachung

Seit mehreren Jahren nutzt der Wasserverband Eifel-Rur in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aachen moderne Erfassungstechnologien des Vermessungswesens. Mittels Laserscanning konnten z. B. 3-D-Oberflächenmodelle für verschiedene Talsperren erstellt werden. Um ein vollständiges 3-D-Modell zur holistischen Planung und Überwachung zu erhalten, ist eine Erfassung der in den Sperrbauwerken liegenden und z. T. beengten Kontrollgang- sowie Stollensysteme erforderlich. An der Urfttalsperre konnten hierzu das Picture-Matching sowie verschiedene Scansysteme vergleichend eingesetzt und einer kritischen Bewertung unterzogen werden.

1 Bestandsaufnahme der Urfttalsperre
Zur Bestandserfassung und Erstellung von 3-D-Oberflächenmodellen wird in der heutigen Zeit oftmals das mittlerweile in der Praxis bewährte Prinzip des terrestrischen Laserscannings (TLS) angewendet. Da der Einsatz eines TLS an der 1900 bis 1904 erbauten Urfttalsperre durch den beidseitigen Einstau und die schwierigen örtlichen Gegebenheiten bislang nicht möglich war, wurde die Staumauer der Urfttalsperre zusammen mit ihrem Umfeld im Rahmen der 2007 durchgeführten Messkampagne mit Hilfe des Airborne-Laserscan-Systems FLIMAP der Firma Fugro aufgenommen [1]. Nach erfolgter Datenaufbereitung und Auswertung konnte somit bereits in 2007 ein zentimetergenaues und georeferenziertes 3-D-Modell der Urfttalsperre erstellt werden (bild 1).



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 04 - 2019 (Mai 2019)
Seiten: 4
Preis: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Richard Gronsfeld
Joachim Klubert
Hartmut Malecha
Marielle Laudenberg

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