Sedimentqualität – Ein Teilaspekt aus dem integrierten EU-Life Projekt „LiLa – Living Lahn“

Das integrierte EU Life Projekt „LiLa – Living Lahn“ vereint naturschutzfachliche, regulatorische und gesellschaftspolitische Fragestellungen rund um den Fluss Lahn. Auf Basis eines Sedimentkatasters soll ein, die übrigen im Projekt geplanten Maßnahmen begleitendes, Sedimentmanagementkonzept und -monitoring erstellt und durchgeführt werden.

„LiLa" steht für das integrierte EU Life Projekt „Living Lahn" (LIFE 14 IPE/DE/022) und vereint unter dem Motto: „Ein Fluss – viele Interessen", naturschutzfachliche, regulatorische und gesellschaftspolitische Fragestellungen rund um den Fluss Lahn. Hierbei steht die Lahn im Bereich der Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz im Fokus. Projektpartner im LiLa-Projekt sind das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als koordinierende Behörde, weiterhin als assoziierte Partner das Regierungspräsidium Gießen, das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland Pfalz, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord Rheinland Pfalz, die Bundesanstalt für Gewässerkunde und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Koblenz (Bild 1).Das übergeordnete Ziel des EU-Life Projektes ist die Revitalisierung des stark anthropogen überprägten Flusssystems Lahn und ihrer Auen, die sich naturschutzfachlich gesehen in schlechtem Erhaltungszustand befindet. Eine Besonderheit der Lahn gegenüber anderen Wasserstraßen ist eine seit den 1970er-Jahren erfolgte Nutzungsänderung – weg von der Güterschifffahrt hin zu einer ausschließlichen Freizeitnutzung. Diese spiegelt sich auch in der erfolgten Neukategorisierung der Lahn durch die Bundesregierung (Bundesverkehrswegeplan 2030) als Nebenwasserstraße wieder. Hieraus ergeben sich verschiedene neue Möglichkeiten zur Betrachtung der oben genannten Fragestellungen sowie die Umsetzung daraus resultierender Maßnahmen zur Schaffung einer zukunftsfähigen Lahn. Für eine notwendige ökologische Aufwertung der Lahn werden im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) [1] notwendige Maßnahmen, zum Beispiel zur Verbesserung der Gewässerstruktur und Renaturierungsmaßnahmen oder Maßnahmen zur Herstellung der linearen Durchgängigkeit, durch die Projektpartner Regierungspräsidium Gießen, das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland Pfalz, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord Rheinland Pfalz und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Koblenz länderübergreifend umgesetzt. Weiterhin wird federführend vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Koblenz ein sogenanntes Lahnkonzept als Entwicklungskonzept für die Lahn in der Zukunft erstellt.
Die Bundesanstalt für Gewässerkunde ist für die Analyse und die Bewertung des Sedimentzustandes in der Lahn zuständig. In diesem Teilbereich des Projektes soll auf Basis der Erstellung eines Sedimentkatasters zur Erfassung des Sediment-Ist-Zustandes ein, die übrigen im Projekt geplanten Maßnahmen begleitendes, Sedimentmanagementkonzept und -monitoring erstellt und durchgeführt werden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 06 - 2019 (August 2019)
Seiten: 6
Preis: € 10,90
Autor: Dr. Alexandra Brinke
Dipl.-Ing. Denise Spira
Dr. Ute Feiler

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