Konzept der hydromorphologischen-ökologischen Aue

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vereinigt in sich seit 2000 die 28 nationalen Vorgaben der europäischen Mitgliedsstaaten zum Gewässerschutz. Trotz der großen nationalen Anstrengungen werden ihre Ziele bisher nur im geringen Umfang erreicht.

Beruht die Verfehlung ihrer Ziele möglicherweise auf den zugrunde liegenden Bewertungsverfahren für den biologischen bzw. ökologischen Zustand? Ist im Rahmen der Revision der WRRL gemäß Artikel 19 (2) eine Anpassung der Bewertungsgrundlagen erforderlich? In diesem Beitrag wird das Konzept der hydromorphologischen-ökologischen Aue als funktionale Einheit mit der räumlichen und zeitlichen Verteilung der Arten und ihrer Erscheinungsformen in unterschiedlichen Artenzusammensetzungen und Stadien vorgestellt. Es zeigt sich, dass erst in der Gesamtbetrachtung des jeweiligen Systems der Zustand des Fließgewässers unter Berücksichtigung von biologischen, morphologischen, hydromorphologischen und geohydrologischen Parametern beschrieben und bewertet werden kann. Dieser Ansatz geht damit über die aktuellen WRRL-Bewertungsmethoden hinaus.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 04 (April 2018)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. (FH) Harald Grote

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