Infrastruktur der Siedlungswasserwirtschaft – Herausforderungen und Perspektiven

Der Ausbau der Infrastruktur der Siedlungswasserwirtschaft ist in Deutschland nahezu abgeschlossen. Alterung und Verschleiß, aber auch neue Herausforderungen, wie demographischer Wandel, Klimawandel oder die Anforderung nach Ressourceneffizienz, erfordern stetige Investitionen und stellen hohe Ansprüche an Ingenieure. Sie müssen erprobte genauso wie neue Technologien sowie Planungsverfahren entwickeln und anwenden, um den komplexen Anforderungen nachhaltig gerecht zu werden.

Entwässerungs- und Wasserversorgungsnetze sind ein wichtiger Teil der stadttechnischen Infrastruktur und sichern einerseits die Versorgung mit Trink-, Brauch- und Löschwasser und andererseits den Abtransport von Schmutz- und Regenwasser. Diese Netze mit ihren Leitungen, Kanälen und Anlagen sind gewissermaßen die Lebensadern von Siedlungen und stellen gleichzeitig auch ein bedeutendes kommunales Vermögen dar. Nachdem mittlerweile nahezu die gesamte Bevölkerung in Deutschland an diese Netze angeschlossen und damit der Ausbauprozess weitgehend abgeschlossen ist, stehen inzwischen die Anpassung an Wandlungsprozesse, wie Klimawandel, Energiewende oder demographischer Wandel, sowie der Erhalt der Infrastrukturelemente im Vordergrund der siedlungswasserwirtschaftlichen Ingenieursaufgaben. Dieser Beitrag soll einen Überblick über diese Prozesse und die daraus entstehenden Aufgaben geben.




Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 01 - 2018 (Januar 2018)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Prof. Dr.-Ing. Torsten Schmidt

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