Weiter auf hohem Niveau: Kommunale Kläranlagen auf dem Prüfstand

Die Anforderungen der europäischen Kommunalabwasserrichtlinie wurden 2017 durch die kommunalen Kläranlagen im bundesweiten Mittel erfüllt oder deutlich übertroffen. Das stellt die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) als eines der Ergebnisse ihres jährlich durchgeführten Leistungsvergleichs kommunaler Kläranlagen fest.

Foto: M. Boeckh (20.11.2018) Besonders betrachtet wurde in diesem Jahr die Energiebilanz von Klärwerken. Größere Anlagen können es schaffen, mehr als 50 Prozent der von ihnen benötigten elektrischen Energie selbst aus Inhaltsstoffen des Abwassers zu erzeugen. Dies ist insofern bemerkenswert und wichtig, als Abwasseranlagen auch große Energieverbraucher sind. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Leistungsvergleichs wird auch ein Überblick über die Entwicklung der Reinigungsleistungen der Kläranlagen seit 1988 gegeben.
Die Abbaugrade für Verschmutzungen liegen weitgehend konstant auf einem hohen Niveau. Regionale Unterschiede – besonders im Norden und Nordosten – dürften auf Trennsysteme (getrennte Rohre für Regen- und Schmutzwasser) zurückzuführen sein. Wird das Schmutzwasser nicht mit Niederschlagswasser vermischt, sind die Schmutzstoffkonzentrationen im Zulauf der Kläranlagen höher, und die Reinigungsleistung steigt. Da bei Kläranlagen mit Anschlussgrößen unter 10.000 Einwohnerwerten gesetzlich keine gezielten Maßnahmen zur Phosphorelimination vorgeschrieben sind, haben diese Anlagen einen überproportionalen Anteil an den in die Gewässer eingeleiteten Phosphorfrachten.
Die Ergebnisse der Kläranlagen in Österreich und Südtirol, die in Zusammenarbeit mit dem ÖWAV, dem Partnerverband der DWA in Österreich, ebenfalls dargestellt werden, entsprechen weitgehend den Daten der deutschen Kläranlagen.

Unternehmen, Behörden + Verbände: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)
Autorenhinweis: Martin Boeckh
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 6 - November 2018 (November 2018)
Seiten: 1
Autor: Martin Boeckh

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