Das Richtige zur richtigen Zeit: Bei der Vermeidung und Entsorgung von Plastik ist Ruanda Vorbild

Während in der Europäischen Union noch über Plastikverbote diskutiert wird, ist Ruanda schon weiter. Plastiktüten sind hier seit 2008 tabu, die ‚Plastikpolizei‘ ist auf der Hut, und zu der gut organisierten Umweltpolitik gehören auch die Abfuhr und Verwertung von Müll. So zeigt sich das ostafrikanische Land bestens aufgeräumt.

Foto: Martin Egbert(20.11.2018) Täglich 45.000 Menschen überqueren in der Kleinstadt Gisenyi die Grenze zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. An Markttagen auf einer der beiden Seiten sind es besonders viele. „Das hier ist eine der verkehrsreichsten Grenzen Afrikas.“ Mit verschränkten Armen steht Zollinspektor Emanuel Mugabo auf dem Posten und schaut den Polizisten bei den Kontrollen zu. Trotz des Andrangs durchsuchen die Männer und Frauen in den blauen Uniformen akribisch jedes Behältnis, tasten genauestens alle Körper ab. Gleichmütig lassen die Grenzgänger die Prozedur über sich ergehen. Kontrolliert wird auf Waffen, Drogen oder Sprengstoff. Was man an einer Landesgrenze halt so sucht, zumal wenn sie an einer instabilen Region wie dem Osten Kongos liegt.
Doch die Polizisten suchen noch nach etwas ganz anderem: Plastiktüten. Immer wieder zieht einer der Beamten eine oder mehrere aus einer Tasche. Beschlagnahmt. Was drin war – ob Reis, Schuhe oder Schulhefte – muss an Ort und Stelle umgepackt werden...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Coped Ltd Kigali, Eco Plastic
Autorenhinweis: Klaus Sieg, Hamburg
Foto: Martin Egbert



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 6 - November 2018 (November 2018)
Seiten: 5
Preis: € 5,75
Autor: Klaus Sieg

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Einsteins Logik: Editorial
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2018)
Mit dem vorliegenden Heft beschließen wir ein Jahr, das für die Umwelt- und Entsorgungsbranche besonders ereignisreich war. Viele interessante Lösungsansätze gab es vor allem auf der IFAT; aber einige Umweltprobleme werden uns auch im Jahr 2019 begleiten. Dabei ist es nicht so, dass sie als Problem nicht erkannt wären; es fehlt schlicht an Lösungen.

40 Jahre Innovationen für die Umweltindustrie: Vorschau auf die Pollutec 2018 in Lyon
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2018)
Vom 27. bis 30. November 2018 feiert die Marke Pollutec ihr 40. Jubiläum. Seit den ersten Ausstellungen von Anlagen zur Bekämpfung von Umweltverschmutzungen und zur Abfallentsorgung in den 1970er-Jahren hat die Messe einen langen Weg zurückgelegt.

Editorial: Zwischen Digitalisierung und Mikroplastik
© Deutscher Fachverlag (DFV) (6/2018)
Eigentlich könnte der Kontrast der Themen, die in diesem Jahr auf der IFAT en vogue waren, kaum größer sein. Auf der einen Seite wird mit dem „Internet of Things“ die Digitalisierung forciert, die inzwischen auch die Entsorgungswirtschaft voll erfasst hat. Auf der anderen Seite kämpfen Bürger und NGOs und teilweise die Politiker gegen die Automobil-Lobby, die es nicht schafft oder nicht schaffen will, für gesundheitsverträgliche Lebensbedingungen in Städten zu sorgen (Stichwort Stickoxide).

Wunsch nach sauberem Wasser und besserer Luft: Rückblick auf die IFAT 2018 in München
© Deutscher Fachverlag (DFV) (6/2018)
Mikroplastik filtern, Kunststoffe effektiver recyceln und die digitale Transformation der gesamten Branche: Fünf Tage lang drehte sich auf der weltweit größten Umwelttechnologiemesse IFAT in München alles um die Themen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Die Produkte dieser Industrie erfahren eine stark wachsende Nachfrage aus aller Welt. Aber längst gibt es nicht für alle Probleme ausreichende Lösungen.

Wirtschaft ökologisch modernisieren – was sonst? - Gastbeitrag von Dr. Toni Hofreiter, MdB, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (5/2018)
Seit mehr als 35 Jahren engagieren sich die Grünen nun schon mit Nachdruck für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und für den Umweltschutz. Dieses Engagement war in weiten Teilen erfolgreich, obgleich längst nicht alle Probleme gelöst werden konnten.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...