Korrosionsschutz bei Spundwänden

Beim 32. BWK-Bundeskongress in Berlin wurden im Fachforum „Spundwände im Wasserbau“ anhand von Beispielen unter anderem Auswahlkriterien für Spundwandprofile, die Entwicklung mit ersten Erfahrungen mit der AZ800-er Spundwandgeneration sowie ein neuartiger Korrosionsschutz an offshore-Anlagen vorgestellt.

Für den breiten Anwendungsbereich von Stahlspundwänden steht ein umfängliches Profilangebot zur Verfügung. Technisch und wirtschaftlich vorteilhafte Profiltypen können ausgewählt werden. Stahlspundwände finden weltweit vielseitig Verwendung z. B. als Konstruktionselement von Kaimauern und Wellenbrechern in Seehäfen, als Schleusenwände und Uferbefestigungen in Flüssen und Kanälen, zur Sicherung von Deichen oder als Baugrubenverbau. Für dieses breite Anwendungsspektrum ist auf dem Markt eine weit gefächerte Profilpalette angeboten, die es dem Anwender ermöglicht, immer ein technisch geeignetes und wirtschaftlich vorteilhaftes Spundwandprofil auszuwählen. Hierbei unterscheiden sich die Stahlspundwandprofile zunächst grundlegend durch ihre Herstellungsart in die warmgewalzten Spundwandprofile nach DIN EN 10248 und die kaltgeformten Spundwandprofile nach DIN EN 10249.
Der Vorteil der warmgewalzten Profile liegt zum einen in der Ausbildung des bewährten Larssen-Schlosses, zum anderen lassen sich so auch Profile mit deutlich höheren Tragfähigkeiten herstellen als bei kaltgeformten Spundbohlen. Mit Wänden aus warmgewalzten Spundbohlen von ArcelorMittal können so elastische Widerstandsmomente von bis zu 5.000 cm³/m erreicht werden. In Verbindung mit Tragelementen aus HZM-Trägern oder Rohren sind sogar Widerstandsmomente von weit über 20.000 cm³/m erreichbar .

Weitere Autoren: Ernst Weber und Oliver Gregor.





Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 2017 11 (November 2017)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Stefan Luipers

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