Schaum-Wirbel für schnelles ‚Feuer-Aus’

Der Schutz vor besonderen Risiken wie sie in Recycling- oder Abfallverwertungsbetrieben oder auch bei der Produktion und Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten auftreten, erfordern angepasste Schutzkonzepte und Löschverfahren. Das Berliner Unternehmen One Seven of Germany GmbH hat verschiedene Versuche unter realen Bedingen durchgeführt. Dabei sollten besonders im Bereich der Abfallwirtschaft die Risiken für einen Brand erkannt und minimiert werden.

Foto: OS (10.10.2017) Großbrände im Bereich von Recycling- und Abfallverwertungsbetrieben füllen seit vielen Jahren die Schlagzeilen in den Medien. Das Image ist dementsprechend schlecht und häufige Klagen der Anwohner sind verständlich. Die Recycling-Industrie hat das erkannt und arbeitet an dieser Herausforderung. Aber warum kommt es gerade hier zu dieser hohen Anzahl an Bränden? Im Blickpunkt stehen hauptsächlich Unternehmen mit Kunststofflagerung und -verarbeitung. Brandversuche unter Realbedingungen zeigen Risiken bei Recycling und Abfallverwertung: Schaum-Wirbel für schnelles ‚Feuer-Aus’ Der Schutz vor besonderen Risiken wie sie in Recycling- oder Abfallverwertungsbetrieben oder auch bei der Produktion und Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten auftreten, erfordern angepasste Schutzkonzepte und Löschverfahren.
Das Berliner Unternehmen One Seven of Germany GmbH hat verschiedene Versuche unter realen Bedingen durchgeführt. Dabei sollten besonders im Bereich der Abfallwirtschaft die Risiken für einen Brand erkannt und minimiert werden. Kunststoffe besitzen einen Heizwert von 18 MJ/kg (PVC) bis 46 MJ/kg (PE). Im Vergleich dazu beträgt der Heizwert von Papier 16 MJ/kg und Heizöl 42 MJ/kg. Dies erklärt die Heftigkeit der Brände und die schnelle Brandausbreitung.
Die gelagerten Stoffe neigen zur Selbstentzündung, was eine der häufigsten Brandursachen ist. Von Kunststoffgemischen geht dabei eine höhere Selbstentzündungsgefahr aus als von reinen Kunststoffen. Selbst bei kleineren Anteilen von Kunststoffen, gemischt mit nichtbrennbaren Stoffen (z.B. Baumischabfällen), kommt es noch zu gefährlichen Wärmefreisetzungen. Neben den biologischen und chemischen Reaktionen spielen der Eigendruck, die Höhe der Schichtung bei der Lagerung sowie die Umgebungstemperaturen und die Luftfeuchtigkeit eine große Rolle. Nicht ganz unerheblich...

Unternehmen, Behörden + Verbände: One Seven of Germany GmbH (Berlin); VdS Schadenverhütung GmbH (Darmstadt)
Autorenhinweis: Philipp Stein (One Seven of Germany GmbH)
Foto: OS



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 5 - Oktober 2017 (Oktober 2017)
Seiten: 2
Autor: Philipp Stein

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