Schlammtrocknung spart Kosten: In der Schweizer KVA Linth wurde eine Kondensationstrocknungsanlage installiert

Die bei der Rauchgasreinigung anfallenden schwermetallhaltigen Abwasserschlämme gelangen nach der mechanischen Entwässerung als Sekundärrohstoff in die Hüttenbetriebe. Viel Geld wird gezahlt für die immer noch stark wasserhaltigen Schlämme. Hier bietet die Schlammtrocknung eine enorme Möglichkeit, Kosten zu sparen, wie das Beispiel der Müllverbrennungsanlage KVA Linth im schweizerischen Niederurnen zeigt.

Abb.: Harter GmbH (12.09.2017) 240 Litern pro Stunde. Der Ablauf der Trocknung geschieht folgendermaßen: Unter die voll automatisierte Membranfilterpresse, die auf einer Plattform installiert wurde, wird ein Container gefahren und mit Filterkuchen befüllt. Arbeitstäglich fallen etwa 5 Tonnen Filterkuchen mit einem TS-Gehalt von etwa 32 Prozent an. Somit dauert die Befüllung eines Containers zwei bis drei Tage. Der jeweilige Container, der sich auf einem entsprechenden Transportwagen befindet, wird anschließend zur Trocknungsstation verschoben und lufttechnisch mit dem Drymex- Entfeuchtungsmodul verbunden. Der Trocknungsvorgang beginnt. Die Trocknungstemperatur bei der Trocknung beträgt 40 bis 45 °C. Nach 48 Stunden wird die Trocknung bei einem TS-Gehalt von 85 Prozent beendet. Zwischen 8.000 und 12.000 Liter Wasser werden dabei entzogen. Nun wird der Container zum Verwerter abtransportiert, während ein weiterer bereits den neuen angefallenen Filterkuchen aus der Membranfilterpresse aufnimmt...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Harter Oberflächen- und Umwelttechnik GmbH (Stiefenhofen)
Autorenhinweis: Reinhold Specht, Harter GmbH
Abb.: Harter GmbH



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 4 - September 2017 (September 2017)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Reinhold Specht

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Ohne Messer und Gabel: Die EU macht Ernst im Kampf gegen Einweggeschirr
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2018)
Entsorgerverbände und zahlreiche NGOs unterstützen die EU-Entscheidung zur Plastikrichtlinie. Der Verbrauch von Plastik soll weiter reduziert werden, um Umwelt und insbesondere Meere zu schützen. Doch nicht alle stimmen in den Tenor ein.

Weder fair noch nachhaltig: Reformvorschlag der EU-Kommission befeuert Diskussion um die Mehrwertsteuer
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2018)
Mit der Zahl begünstigter Produkte und Dienstleistungen haben im Laufe der Jahre die Ungereimtheiten bei der Mehrwertsteuer zugenommen. Auch mit Blick auf das Steuerprivileg kommunaler Betriebe hatte bereits 2013 der Bundesrechnungshof gemahnt, das System der ermäßigten Steuersätze müsse grundsätzlich reformiert werden, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. In der EU wird aktuell eine umfassende Reform der Mehrwertsteuerrichtlinie verhandelt. Damit könnten auch Umweltfolgekosten berücksichtigt werden.

Entwicklung eines Konzeptes zur Monofermentation von stickstoffhaltigen Substraten
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2018)
Biomasse wie beispielsweise Geflügelmist sowie, Abwasser aus kommunalen Kläranlagen weisen die Schwierigkeit auf, dass enthaltener Stickstoff, Antibiotika, sowie hohe CSB (chemischer Sauerstoffbedarf) Frachten eine Prozessstörung bei der anaeroben Vergärung hervorbringen können.

Bestimmung des Biomasseanteils in Abfällen und EBS – Untersuchungen zur Anwendbarkeit der Bilanzenmethode
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2018)
Die Charakterisierung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen (EBS) in Hinblick auf ihre Klimarelevanz oder Biomasseanteile ist mit analytischen Herausforderungen verbunden. Die Bilanzenmethode (BM) und adaptierte Bilanzenmethode (aBM) konnten dafür als valide Alternativen zu bisher üblichen Methoden identifiziert werden.

Plastik ist kein Bio: Kunststoffverpackungen und Plastiktüten haben im Bioabfall nichts zu suchen Premium
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2018)
Mikroplastik ist allgegenwärtig – nicht nur in der Umwelt, sondern auch in der öffentlichen Diskussion. Ins Zwielicht geraten ist auch die Bioabfallverwertung, denn immer wieder geschieht es, dass abgelaufene Lebensmittel aus Handel und Gewerbe mitsamt ihrer Verpackung im Fermenter landen oder Verbraucher ihren Bioabfall in Plastiktüten entsorgen. Eine Bundesratsinitiative hat sich des Problems angenommen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...