Ständig neue Hindernisse: Baustoffrecycling setzt sich nur mühsam durch

Wenn in Deutschland von der Menge her etwas von höchster Relevanz ist, sind es Baustoffe. Das Umweltbundesamt errechnete vor einigen Jahren eine gigantische Menge von 28 Milliarden Tonnen an Gebäuden und Infrastrukturen in Deutschland. Dieses menschgemachte Rohstofflager könnte wieder rezykliert werden. Könnte. Denn menschgemachte Unzulänglichkeiten und Lobbyismus verhindern mehr denn je, was Ökologie und Ökonomie gebieten.

Foto: M. Boeckh(12.09.2017) „Deutschland befindet sich in einer notwendigen Transformation zu einer ressourcenschonenden und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Kreislaufwirtschaft“, so formulierte es unlängst das Umweltbundesamt (UBA) bei der Vorstellung des 10. Monitoring- Berichtes der Bauwirtschaft (siehe Kasten S. 14). Die Daten hierin beziehen sich allerdings auf das Jahr 2014, was den eigentlichen Aussagen aber keinen Abbruch tut, denn die Baubranche ist keine, die sich durch allzu große Veränderungen auszeichnet. Das ENTSORGA-Magazin hat sich bereits mehrfach den Problemen gewidmet, die besonders dem Baustoffrecycling anhaften (vgl. ENTSORGA 8/9 2015 „Manchmal hart wie Beton“).
Und es scheint, als kämen neue Probleme hinzu. Die eingangs geschilderte „Transformation“ scheitert offensichtlich allzu oft am Lobbyismus innerhalb der Bauindustrie. Wie anders ist es zu erklären, dass Recyclingmaterialien alle wissenschaftlichen Untersuchungen zum Beispiel auf Druckfestigkeit überstehen, diese Erkenntnisse aber keinen Einzug in deutsche Industrie-Normen finden? ...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Umweltbundesamt (UBA), Carbon-Express (Schwarzach/Main), CFK-Valley Stade e.V. (Stade), Feess GmbH & Co. KG (Kirchheim/Teck), Kreislaufwirtschaft Bau c/o Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e.V.
Autorenhinweis: Martin Boeckh
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 4 - September 2017 (September 2017)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 6,00
Autor: Martin Boeckh

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