Der Geist ist willig: Editorial

In dieser Ausgabe des ENTSORGA-Magazins, der letzten vor der diesjährigen Sommerpause, widmen wir uns wieder einmal der Sammlung und Verwertung von Alt-Batterien. Wir beleuchten dieses Problem aus ganz verschiedenen Perspektiven. Auch wenn die Recyclingwirtschaft in den letzten Jahren immer mehr Fortschritte gemacht hat, werden die Herausforderungen nicht wirklich kleiner. Das Ganze beginnt schon bei der Sammlung gewöhnlicher Zellen, wie wir sie zu Dutzenden in jedem Haushalt haben. Immer mehr batteriebetriebene Geräte drängen auf den Markt und besiedeln dabei so manche exotische Nische.

Foto: B. Weidlich(02.05.2017) Die blinkenden Sportschuhe sportlicher Sprösslinge sind so ein Beispiel. Und immer wieder werden Taschenlampen verkauft, die zum Wegwerfprodukt werden, da ein Batteriewechsel zu kompliziert und vom Hersteller gar nicht gewünscht ist. In diese Strategie passt auch der Trend bei den Smartphones, bei denen man die Akkus nur noch in Ausnahmefällen selbst tauschen kann. Aber betrachten wir die Standard-Batterien und Akkus: Wo bleiben sie am Ende ihres Lebens? Die Verwertungsquote liegt nach Zahlen der ‚GRS Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien’ bei 94,9 Prozent. Das ist mehr als ordentlich. Nur: Die Sammelquote wurde von 45,9 (2015) auf 46,3 (2016) Prozent gesteigert. Auch wenn das mehr als die gesetzliche Sammelquote ist, bleibt doch die Frage, die wir uns jedes Jahr von Neuem stellen: Wo ist der „Rest”, also mehr als jede zweite Zelle? Hierzu gibt es nur dürftige Vermutungen und wenig Greifbares...

Autorenhinweis: Martin Boeckh, Redaktionsleiter ENTSORGA-Magazin



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 3 - Mai 2017 (Mai 2017)
Seiten: 1
Autor: Martin Boeckh

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