Faulschlamm sonnt sich unter Glas: Bayreuth trocknet den Klärschlamm mit Sonnenkraft

In einer neuen Schlammbehandlungsanlage in Bayreuth wird der Schlamm von 300.000 Einwohnerwerten entwässert und getrocknet – vollautomatisiert, mit Abwärmenutzung und Abluftbehandlung. Die Anlage zeigt, was technisch möglich ist, und wie ein Anlagenaufbau sinnvoll aussehen kann, wenn er einen einfachen Betrieb sicherstellen soll, die örtlichen Gegebenheiten miteinbezieht und auch bei der Abluft Sicherheit bietet.

Foto: Huber SE (18.04.2017) Nachdem sich die Stadt Bayreuth nach einer öffentlichen Ausschreibung für das Anlagenkonzept der Huber SE entschieden hatte, bekam die Gesellschaft für Wassertechnik und Apparatebau GmbH & Co. KG, ein Anlagenbauer aus dem baden-württembergischen Nellingen, den Zuschlag. Die Entscheidungsträger der Stadt und das federführende Ingenieurbüro Miller waren bei der Angebotsprüfung/-wertung von den besonderen Vorteilen des Huber Solartrockners im Rahmen der gesamten Schlammbehandlung einschließlich der Entwässerung technisch und wirtschaftlich überzeugt. Die Anlage in Bayreuth läuft seit Mitte 2017.
Der Faulschlamm mit einem TR-Gehalt, der zwischen 2,5 und 3,5 Prozent liegt, wird von zwei Zentrifugen entwässert und mit Schneckenförderern automatisiert in den Solartrockner transportiert. Der Trockenrückstand wird über eine Sonde automatisch gemessen. So können Polymerverbrauch optimiert und Entwässerungsleistung geregelt werden. Die nachfolgenden Transportschnecken sind über einen Frequenzumformer so gesteuert, dass der Verschleiß bei der gewählten Transportleistung möglichst gering ist...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Huber SE (Berching); Gesellschaft für Wassertechnik und Apparatebau GmbH & Co. KG (Nellingen)
Autorenhinweis: André Großer (Huber SE)
Foto: Huber SE



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 2 - April 2017 (April 2017)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: André Großer

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