Recycling in der Zelle: Haushalts-Akkus enthalten Bestandteile aus Hybridfahrzeug-Batterien

Nach der Markteinführung der Energizer EcoAdvanced im Jahre 2015 hat das Unternehmen Energizer, Hersteller von Batterien, Akkus und Taschenlampen, Mitte letzten Jahres die nächste Neuheit vorgestellt: AA- und AAA-Akkus, die ebenfalls zu vier Prozent aus recycelten Batterien hergestellt sind.

Foto: Energizer (21.03.2017) Die Akkus können hunderte Male aufgeladen werden und bieten somit eine langlebige Energieversorgung. Die Wissenschaftler des Unternehmens arbeiteten mit Partnern zusammen, um einen Weg zu finden, recycelte Batterien von Hochleistungsfahrzeugen nutzbar zu machen. In erster Linie handelte es sich dabei um rezyklierte Akkus aus Hybridfahrzeugen.
Das Material wird durch ein eigens entwickeltes Verfahren aufbereitet. Der herausgefilterte, leistungsfähige Bestandteil wird dann genutzt, um die neuen ‚Energizer Accu Recharge’ herzustellen. Das Unternehmen sieht sich als das erste Unternehmen weltweit, das Batteriematerial aus Hybridfahrzeugen aufbereitet und wiederverwendet. Künftig sollen alle Batterien der eigenen Marke zu einem gewissen Anteil aus recycelten Batterien bestehen.
Recycling-Akkus gibt es in den Baugrößen AA, AAA, C, D und 9-V-Block. Die Baugrößen AA und AAA gibt es jeweils in zwei Leistungsklassen: Die Größe AA als 2000 mAh- („Power Plus“) und als 2300 mAh-Variante („Extreme“) und die AAA-Variante mit 700 mAh bzw. 800 mAh. Der Hersteller betont als wichtigsten Vorteil neben dem Ressourcenschutz die elektrischen Eigenschaften z.B. der AA-Zellen: Sie sollen in Digitalkameras bis zu sechsmal länger Strom liefern als Standard-Alkali- Batterien, mindestens fünf Jahre halten und dabei 500 Mal aufgeladen werden können. Zwölf Monate lang soll die Ladung nach einem Ladevorgang gespeichert bleiben.

Unternehmen, Behörden + Verbände: komm.passion GmbH (Berlin), Energizer Deutschland GmbH
Autorenhinweis: M. Boeckh
Foto: Energizer



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 1 - März 2017 (März 2017)
Seiten: 1
Autor: Martin Boeckh

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