Im Sog der ‚Krake’: Die Abwasserentsorgung mittels Unterdruck bietet viele Vorteile

Die Entsorgung von Abwasser ist mitunter problematisch. Topografische Gegebenheiten wie ebenes Gelände ohne Gefälle, Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiete sowie demografische Aspekte können den Bau und Betrieb eines Abwasserentsorgungssystems erschweren. Die Ableitung von Abwasser durch ein Vakuumsystem ist eine Alternative zu einem technisch aufwändigen Freigefällesystem. Darüber hinaus kann die Etablierung eines Vakuumsystems eine kostenintensive Kanalsanierung ersetzen.

Foto: Aqseptence Group / Petra Müller (21.03.2017) Die Siedlungswasserwirtschaft stand lange im Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit. Doch ein wachsender Mangel an natürlichem, unbelastetem Trinkwasser wird auch in wasserreichen Gebieten der nördlichen Hemisphäre unseres Planeten Erde immer mehr zu einer Herausforderung. Eine ‚Green Economy’, bei der Wirtschaftlichkeit, Ver- und Entsorgungssicherheit sowie eine umfassende Umweltverträglichkeit stärker in den Brennpunkt rücken, bedarf eines intelligenten Wassermanagements.
Das zunehmende Einsparen von Frischwasser ist einerseits richtig und wichtig, kann aber andererseits dazu führen, dass Abwasserrohre verschlammen oder verstopfen. Außerdem kann schlecht abfließendes, dickflüssiges Abwasser vor allem in der warmen Jahreszeit zu unangenehmen, ja schädlichen Gerüchen führen. Solch zäh fließendes oder stehendes Abwasser greift oftmals auch die Rohre an, und die Korrosion der Betonrohre wiederum führt zu aufwändigen Kanalsanierungsmaßnahmen. Darüber hinaus können schadhafte bzw. undichte Abwasserrohre bei einem Freigefälle- oder Drucksystem zu erheblichen Beeinträchtigungen von Grundwasser führen. Das gilt besonders für Trinkwasserschutzzonen...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Aqseptence Group GmbH, Techcent Environment Group, Bilfinger AG
Autorenhinweis: Dr. Martin Mühleisen, Gaiberg
Foto: Aqseptence Group / Petra Müller



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 1 - März 2017 (März 2017)
Seiten: 4
Autor: Dr. Martin Mühleisen

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