Neue Erdgas-Hochdruckleitung unter der Ems verlegt

Die Kontrolle, Instandhaltung und Sanierung des Leitungsnetzes gehören eigentlich zum Alltagsgeschäft von Gasversorgern. Die Sanierungsmaßnahme, die die Stadtwerke Greven kürzlich durchgeführt haben, war jedoch alles andere als alltäglich: Im Rahmen der Sanierung galt es, ein 120 m langes Teilstück eines insgesamt 21,6 km langen Gashochdrucknetzes zu erneuern. Die anstehende Topografie machte diesen kurzen Abschnitt zu einer Herausforderung.

Das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Greven wird durch den Fluss Ems in zwei Teile aufgeteilt: Auf dem rechten Emsufer leben gut zwei Drittel der insgesamt rund 37.000 Einwohner der nordrhein-westfälischen Stadt, das übrige Drittel wohnt auf dem linken Ufer der Ems. Hier befinden sich auch die Gas-Übergabestationen, an denen das Hochdrucknetz der Stadtwerke beginnt. Die Ems bildet damit eine natürliche Barriere. Diese galt es zu überbrücken – was am Schauplatz der Sanierung bis vor Kurzem im wörtlichen Sinne passierte: Unterhalb der Schöneflieth-Brücke, über die der Verkehr in Richtung Münster rollt, war ein Stahlrohr als Teil des Gashochdrucknetzes
angebracht. Die freiliegende Art der Montage brachte einen erheblichen Wartungsaufwand in Form von jährlichen Kontrollen mit sich.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2017 (Juli 2017)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Jörg Leschnig

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Aufnahmefähigkeit von Stromnetzen durch hybride Lösungen im Gasnetz steigern
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2017)
Die EWE NETZ GmbH erprobt seit vielen Jahren technische Alternativen zum kapitalintensiven klassischen Netzausbau. Neben den stromseitigen technischen Lösungen erscheint insbesondere die Kopplung des Strom- und Gasnetzes besonders vielversprechend. Kurzfristig umsetzbar sowie vergleichsweise kostengünstig sind Möglichkeiten zur Elektrifizierung großer Verbraucher im Gasnetz (Hybridisierung), um regenerativ erzeugten Strom im Falle drohender Netzengpässe direkt im Gasnetz zu verbrauchen und dabei fossiles Erdgas zu verdrängen – z. B. durch die Elektrifizierung von Verdichterstationen im Hochdrucknetz. Open Grid Europe und EWE NETZ untersuchen diese Möglichkeit derzeit in einem gemeinsamen Projekt.

Drei Rheindüker für Koblenz
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2017)
Koblenz, die Stadt an Rhein und Mosel, benötigt für die Versorgung der Stadtteile rechts und links der Flüsse mit Erdgas, Trinkwasser und Strom Versorgungsleitungen, die an Brücken oder in sogenannten Dükern verlegt werden. Aufgrund des geplanten Neubaus einer Brücke und Instandhaltungsbedarfs an einer Trinkwasser- und einer Erdgasleitung beschloss die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein AG (evm-Gruppe) 2014, diese wichtigen Versorgungsleitungen über den Rhein zu erneuern. Nach technischer und wirtschaftlicher Prüfung wurde entschieden, die Rohre als sogenannte Dükerleitungen unter dem Rhein zu verlegen.

Erdgasversorgung im Lausitzer Revier: Neubau zweier Ferngasleitungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2016)
Um die Energie-Infrastruktur in der Lausitz weiter zu verbessern und zukunftsfähig zu gestalten, baute die ONTRAS Gastransport GmbH seit Mitte Oktober 2015 zwei neue Ferngasleitungen. Die jeweils rund 35 km langen und parallel verlaufenden Leitungen ersetzen vorhandene Leitungstrassen, die durch mittlerweile gesperrte Kippengebiete ehemaliger Braunkohletagebaue verlaufen. Nach elf Monaten Bauzeit wurden die beiden Ferngasleitungen im September 2016 in Betrieb genommen.

Neues Verfahren zum sicheren Abtrennen von Gasleitungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Schau(m)platz einer Revolution: Ein neues Verfahren mit Spezialschaum sorgt für sicheres Trennen und Verschließen von Gasnetzanschlussleitungen. Schon bald könnte das Verfahren Standard sein.

Steuerung von Gasnetzen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2016)
In der Vergangenheit basierte die Beschaffung von Gas durch den Handel auf langfristig gebuchten Transportkapazitäten. Auch wenn die Herkunftsquellen die gleichen geblieben sind, so werden immer mehr Gasmengen über liquide Handelsmärkte beschafft. Mit dem rechtlichen Ordnungsrahmen werden seit dem 1. November 2015 Intraday-Kapazitäten angeboten. Die Beschaffung von Transportkapazitäten nähert sich so weiter der tatsächlichen Inanspruchnahme. Die Vorhersehbarkeit der Kapazitätsnutzung geht damit zunehmend verloren und erfordert von den Transportnetzbetreibern intelligente Steuerungselemente, um die Netze weiterhin effizient und sicher betreiben zu können. Zusätzliche Anforderungen aus dem europäischen Ordnungsrahmen werden dazu führen, dass der Gashandel weiter vereinfacht wird und die intelligente Netzsteuerung eine Voraussetzung dazu ist.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...