Hochwasserangepasste Bauweisen – Hochwasserschutz versus Barrierefreiheit

Viele Gebäude im Sturmflutgebiet der Hamburger Elbe sind als Hochwasserangepasste Bauweisen geplant und realisiert. Diese Gebäude müssen aufgrund steigender Hochwasser-Bemessungswasserstände ein immer höheres Schutzziel erfüllen, sind jedoch auch an die vorhandenen Erschließungshöhen gebunden und sollen darüberhinaus die Anforderungen an Ressourcenschonung sowie öffentliche Nutzungen im Erdgeschoss erfüllen. Anhand von Beispielen wird dargestellt, wie sich die Gebäude dennoch entsprechend den steigenden Hochwassereinwirkungen nachhaltig und barrierefrei realisieren lassen. Ein Vergleich der bereits realisierten Gebäude zeigt auf, dass nicht alle Hochwasserangepassten Bauweisen gleichermaßen die Anforderungen erfüllen.

In den letzten Jahrzehnten haben sich in Hamburg verschiedene Quartiere, die sich außerhalb der Hochwasserschutzlinie der Stadt befinden, mehr und mehr von einem gewerbe- und industriegeprägten Gebiet zu einem hybriden Quartier mit einer Mischnutzung aus Wohnen und Arbeiten gewandelt. Wo früher die Gebäude keinen oder kaum Schutz vor einer Sturmflut benötigten, da ihre Nutzungen dem Wasser angepasst waren, sind heute umfangreiche Anpassungen der Bauweise erforderlich. Diese Anpassungen für die unterschiedlichen Gebäudenutzungen haben eine differenziertere Betrachtung der Hochwasserangepassten Bauweisen (HAB) erforderlich gemacht. Gleichzeitig sind die Gebäude entsprechend der Nachhaltigkeitsstrategie ressourcenschonend und in Verbindung mit der Hamburger Bauordnung in öffentlich zugängigen Bereichen barrierefrei herzustellen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 11/2016 (November 2016)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr.-Ing. Matthias Kathmann

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