Wasserkraftwerk vereint Ökologie mit Ökonomie

An ihrem Wasserkraftwerk Rappenberghalde setzen die Stadtwerke Tübingen ein Ausrufezeichen für den Artenschutz am Ökosystem Neckar. Im größten Tübinger Wasserkraftwerk, das jährlich bis zu 7 Mio. kWh/a sauberen Strom erzeugt, arbeitet seit dem Jahr 2014 eine hochmoderne Fischabstiegsanlage. Die 700 000 Euro teure Technik funktioniert und erfüllt ihren Zweck. Sie ist aber darüber hinaus auch ein gutes Beispiel für den Einklang von Ökologie und Ökonomie.

Die Planungen für die Anlage kamen 2010 ins Rollen, als es am Wasserkraftwerk Rappenberghalde zu einem bei Behörden und in der Öffentlichkeit breit diskutierten „Aalsterben" kam. Dieser Vorfall machte deutlich: das 1929 in Betrieb genommene Wasserkraftwerk benötigt eine Schutztechnik, die es Fischen und Aalen erlaubt, das Kraftwerk zu passieren, ohne in die Turbinen zu geraten oder vom Abfallrechen aus dem Wasser gefischt zu werden. Am Anlagenstandort handelt es sich um einen Kanal mit 1,7 km langem Zulauf und ein Gewässer der 1. Ordnung. Beim flussaufwärts gelagerten Stauwehr Hirschau werden pro Sekunde 22 m³ Wasser aus dem Neckar ausgeleitet.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 07-08/2016 (August 2016)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Peter Kaiser

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