Mitteltiefe CO2-Erdwärmerohre für Wärmepumpen höherer Leistung

In mehreren Beiträgen ist in der bbr im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unter Leitung seines Projektträgers Jülich (PTJ) über Bohrungs- und Einbringungsarbeiten von „Mitteltiefen CO2-Erdwärmerohren“ berichtet worden. 2012 wurde ein dreijähriges Forschungs- und Entwicklungs-Verbundvorhaben (F&E-Vorhaben) für 400 bis 600 m tiefe CO2-Erdwärmerohre im niedersächsischen Nienburg/Weser genehmigt, welches Ende 2015 seinen Abschluss fand. Im Fokus dieses Berichts stehen die geologischen und bohrtechnischen Aspekte inklusive einer Kostenbetrachtung.

Der nachfolgende Beitrag stellt den Abschluss der unter dem obigen Titel durchgeführten Bohrungs- und Einbringungsarbeiten von „Mitteltiefen CO2-Erdwärmerohren“ in Nienburg/Weser dar, nachdem zwischenzeitlich an anderer Stelle in dieser Zeitschrift ein Überblick über das in Hannover beim Forschungszentrum für Kältetechnik und Wärmepumpen GmbH (FKW) und in Nienburg/Weser bei der U&B Wöltjen GmbH begonnene gemeinsame F&E-Projekt des BMWi mit seinem Projektträger Jülich erschien.

Ein bereits 2007 erschienener Beitrag mit dem Titel „CO2-Erdsonde basierend auf dem Gravitationswärmerohrprinzip“ war der Ausgangspunkt der nun vorliegenden Endveröffentlichung über Mitteltiefe CO2-Erdwärmesonden: Im Hinblick auf die damals im Rahmen eines EnBW-Forschungsprojektes beschriebene und in Triberg-Nußdorf (Baden-Württemberg) unter Mitwirkung des FKW Hannover erstellte Erdsonde von 250 m Tiefe, welche wegen des nicht das Grundwasser gefährdende Transportfluids CO2 ökologisch vorteilhaft sowie wegen dessen Thermosyphonprinzip als pumpenloser Wärmeträger energetisch sehr effizient ist, schlugen im Jahr 2008 die niedersächsischen Unternehmen U&B Wöltjen GmbH und die GeoDienste GmbH (Garbsen) sowie das Forschungszentrum für Kältetechnik und Wärmepumpen GmbH ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt für noch größere Tiefen als 250 m, und zwar als mitteltiefe CO2-Erdwärmesonden von 400 und 600 m Tiefe zur Beheizung eines neuen Frei- und Hallenbades in Nienburg/Weser vor.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 09 - 2016 (September 2016)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 6,00
Autor: Dirk Fennekoldt
Prof. Dr. Horst Kruse
Sebastian Luckmann

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