Von der grünen Wiese zum Kraftwerk – Planung und Realisierung einer Geothermie-Anlage

Tiefe-Erdwärme-Heizkraftwerke stellen für die Projektbeteiligten höchste Anforderungen an Konzeption und Umsetzung. Die gec-co Global Engineering & Consulting – Company GmbH realisiert als „Owner’s Engineer“ am Standort Traunreut (in Bayern) seit 2010 eine strom- und wärmeerzeugende Geothermie-Anlage mit bis zu 12 Megawatt Wärme- und 4,2 Megawatt elektrischer Leistung. Die Erfahrungen in Traunreut zeigen, wie eine frühe Planung Handlungsspielräume bei der Kraftwerksumsetzung schafft. Derzeit speist die Geothermie-Anlage bereits das zweite Jahr in Folge Wärme in das Fernwärme-Netz der Stadt Traunreut ein, Anfang 2016 soll die Stromerzeugung folgen.

In Deutschland kommen für die hydrothermale Strom- und Wärmegewinnung aus Tiefer Erdwärme das Molassebecken, der Oberrheingraben und das Norddeutsche Becken als Standorte infrage. Diese Regionen bieten für die Entwicklung von energiebereitstellenden Geothermie-Anlagen unterschiedliche Voraussetzungen, was Geologie, Planung und Akzeptanz betrifft. Gerade das Molassebecken weist ideale Bedingungen auf, um entsprechende Anlagen zu errichten. Der Untergrund ist einer der ergiebigsten Thermalwasserhorizonte in ganz Deutschland und bietet in der bayerischen Stadt Traunreut hervorragende Bedingungen: Hier können bis zu 165 l/s bei einer Temperatur von 118 °C aus der aktuell tiefsten und ergiebigsten Bohrung Deutschlands gefördert werden.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 01 - 2016 (Januar 2016)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Andreas Utz

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