65 Kilometer Versorgungssicherheit für Nordwest-Europa

Dänemark gehört zu den traditionellen Aufkommensquellen für den deutschen Erdgasmarkt. Die aktuell rückläufige dänische Eigenproduktion macht es notwendig, Dänemark zukünftig durch Erdgas-Importe aus Deutschland über die Station Ellund und über eine neue Pipeline zu versorgen. Die rund 65 Kilometer lange Erdgastransportleitung zwischen Fockbek und Ellund in Schleswig-Holstein ging nach gut 18-monatiger Bauzeit im August 2015 in Betrieb.

Die rückläufige Eigenproduktion einzelner EU-Staaten stellt insbesondere die Fernleitungsnetzbetreiber vor die Aufgabe, als Betreiber einer umfassenden Energie-Infrastruktur Versorgungssicherheit durch Netzausbau zu garantieren.

Bereits seit Beginn der 1980er-Jahre verbindet die Deutsch-Dänische Erdgasleitung (DEUDAN) zwischen Quarnstedt im Kreis Steinburg und Ellund an der deutsch-dänischen Grenze den deutschen Erdgasmarkt mit den dänischen Aufkommensquellen. Die Pipeline, deren größter Anteilseigner mit 75 Prozent Gasunie Deutschland ist, wurde mit dem Bau einer Parallelleitung erweitert. Im Januar 2014 erteilte die Genehmigungsbehörde den Planfeststellungsbeschluss für diese Maßnahme, die mit einer Investitionssumme von 177 Millionen Euro Bestandteil des Netzentwicklungsplans war. Die Europäische Union bewertete die Gasunie-Pipeline als ein wichtiges Projekt im Rahmen der transeuropäischen Energienetze und hat sich deshalb mit einer finanziellen Förderung an der Planung beteiligt. Neben der gesteigerten Exportleistung in Richtung Dänemark kommt der Pipeline energiewirtschaftlich hohe Bedeutung für Schleswig-Holstein zu, indem sie die für eine CO2-günstige Stromversorgung benötigten neuen Gaskraftwerke in Kiel und Flensburg sowie den Erdgasspeicher Kiel in die Erdgas-Infrastruktur einbindet.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 09 - 2016 (September 2016)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Arno Kakkenberg

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