Multimetrischer Ansatz zur Erfolgskontrolle bei Fließgewässerrevitalisierungen – Ein Vergleich mit der Bewertung nach Wasserrahmenrichtlinie

An sieben revitalisierten Gewässerstrecken wurde ein multimetrischer Ansatz der Erfolgskontrolle angewandt und mit dem WRRL-Bewertungsverfahren verglichen. Ziel war es, den neuen Ansatz auf die Eignung für differenziertere Bewertungen und Langzeituntersuchungen von Revitalisierungsmaßnahmen sowie die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen verschiedenen Gewässern zu testen.

Der Revitalisierungserfolg über das WRRL-Bewertungs­verfahren konnte nicht mit der nötigen Empfindlichkeit abgebildet werden. Eine alleinige Bewertung nach WRRL führt daher im Extremfall zu der Einschätzung, dass Revitalisierungs­maßnahmen vielfach keine positiven Effekte haben. Der multimetrische Ansatz zeigte hinge­gen eine sensitivere Gesamtbewertung des Revitalisierungserfolges und ermöglichte eine differenziertere Betrachtung der morphologischen und biologischen Komponenten, ein­schließlich der Biodiversität und Refugialfunktion. Der multimetrische Ansatz differenziert daher stärker zwischen revitalisierten sowie nicht revitalisierten Strecken und ist für die Erfolgskontrolle besser geeignet als das Verfahren nach WRRL.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 12/2015 (Dezember 2015)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Michael Seidel
Prof. Dr. Volker Lüderitz

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Aktives Flächenmanagement zur Vorbereitung von Fließgewässerrenaturierung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Maßnahmen zur Renaturierung von Fließgewässern benötigen Flächen, die im Regelfall Nutzungen zugeführt sind. Vorausschauendes Flächenmanagement sowie Kooperation und partizipatives Vorgehen sind hier notwendig, um die Belange der Grundstückseigentümer aufgreifen zu können und die benötigten Flächen verfügbar zu machen. Am Beispiel vom Vorpommern wird dieses prospektive und stategische Flächenmanagement vorgestellt.

Magnetisch dotierte Füllbinder® zur Abdichtung im Brunnenbau – Ergebnisse von Versuchen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (3/2016)
Die Abdichtung von Brunnenringräumen ist ein Bauelement im Brunnenbau, dem große Bedeutung für die langfristige Sicherung der Rohwasserbeschaffenheit zukommt. Auf dem Markt sind verschiedene Baustoffe erhältlich, die im Ringraum unterschiedliche Eigenschaften und Nachweismöglichkeiten aufweisen. Für einen verbesserten Nachweis der Position und Integrität einer Ringraumsperre wurde in einem Testbrunnen im Bau-ABC Rostrup ein magnetisch dotierter Verfüllbaustoff getestet, der inzwischen auch bei Erdwärmesonden zum Einsatz kommt.

„Besser, aber noch nicht gut“ – Ökologischer Zustand der Seen in Brandenburg 2014
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2015)
Bewertungsverfahren für natürliche Seen werden vorgestellt und die Ergebnisse am Beispiel von 183 Seen in Brandenburg verglichen. Für zwei Seen der Scharmützelseeregion wird gezeigt, dass es seit 1994 Verbesserungen der Gewässergüte gab. Über 80 % der Seen erreichen bislang nicht den guten ökologischen Zustand nach WRRL. Unterschiede in der Bewertung durch die Biokomponenten Phytoplankton und Makrophyten werden aufgezeigt und diskutiert. Der Vergleich mit Zielwerten für Nährstoffkonzentrationen zeigt, dass die Nährstoffbelastungen noch zu hoch sind.

Effekte anthropogener Landnutzung auf eine wichtige Ökosystemfunktion in Fließgewässern der Südpfalz
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2015)
Ziel der WRRL ist die Erreichung des guten ökologischen und chemischen Zustands europäischer Gewässer bis 2027. Ökosystemfunktionen werden jedoch bei der Zustandsbewer¬tung kaum berücksichtigt. In diesem Beitrag wird eine Studie vorgestellt, die im regionalen Kontext den Einfluss anthropogener Landnutzung auf eine Ökosystemfunktion betrachtet und mit strukturellen Endpunkten vergleicht. Die Ergebnisse zeigen, dass komplementär zu strukturellen auch funktionelle Endpunkte betrachtet werden sollten, um europäische Ge¬wässer adäquat zu schützen.

Vorgehen zur quantitativen Risikobewertung - mikrobiologischer Befunde im Rohwasser sowie Konsequenzen für den Schutz des Einzugsgebietes und für die Wasseraufbereitung
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (9/2015)
Empfehlung des Umweltbundesamtes nach Anhörung der Trinkwasserkommission; sie richtet sich in erster Linie an Trinkwasserversorgungsunternehmen und Gesundheitsämter.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...