„Besser, aber noch nicht gut“ – Ökologischer Zustand der Seen in Brandenburg 2014

Bewertungsverfahren für natürliche Seen werden vorgestellt und die Ergebnisse am Beispiel von 183 Seen in Brandenburg verglichen. Für zwei Seen der Scharmützelseeregion wird gezeigt, dass es seit 1994 Verbesserungen der Gewässergüte gab. Über 80 % der Seen erreichen bislang nicht den guten ökologischen Zustand nach WRRL. Unterschiede in der Bewertung durch die Biokomponenten Phytoplankton und Makrophyten werden aufgezeigt und diskutiert. Der Vergleich mit Zielwerten für Nährstoffkonzentrationen zeigt, dass die Nährstoffbelastungen noch zu hoch sind.

Sanierungsmaßnahmen in den Einzugsgebieten, wie z. B. eine erheblich verbesser­te Abwasserbehandlung seit Beginn der 1990er-Jahre, führte in Brandenburg zu einer Verbesserung der Wasserqualität in vielen Seen wie am Beispiel des Scharmüt­zelsees gezeigt werden konnte. Die Analy­se der Monitoringdaten des LUGV zur öko­logischen Bewertung von 183 natürlichen Seen Brandenburgs ≥50 ha zeigte jedoch:

  • Der Großteil der Seen erreicht derzeit (Stand 2014) noch nicht den guten öko­logischen Zustand nach WRRL.
  • Hiervon sind Flachseen in besonderem Maße betroffen, obwohl sich gerade für diese Seen ein leichter Trend zur Ver­besserung des trophischen Zustandes im Untersuchungszeitraum 2006 bis 2014 andeutet.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 12/2015 (Dezember 2015)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. Jacqueline Rücker
Prof. Dr. Brigitte Nixdorf
Dipl.-Geoök. Antje Barsch

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