Das Starkniederschlagsereignis in Meißen im Sommer 2014

Nach den Hochwässern der Elbe in den Jahren 2002, 2006 und 2013, die jeweils weite Teile der Altstadt Meißens überfluteten, richtete eine Schlammlawine im Jahr 2014 schwere Verwüstungen im Stadtteil Triebischtal aus. Der Lawine, bestehend aus lehmigen Ackerboden, Geröll, Steinen, Baumstämmen und sonstigen Materialien, gingen extrem starke Regenfälle voraus. Im Zeitraum des 27. Mai 2014 fielen im Gebiet ca. 40 bis 60 l/m² Niederschlag, verbunden mit starken Gewittern. Die Schlammlawine verursachte Schäden an der öffentlichen und privaten Infrastruktur in Höhe von 6,0 Mio. €.

Meißen, das ist die Geburtsstadt des heutigen Freistaates Sachsen, erstmalig erwähnt im Jahr 929, gegründet durch König Heinrich, dem I. Die Lage im herrlichen Landschaftsraum der Elbe, einem Fluss, der das Riesengebirge mit der Nordsee verbindet, ist heute ein bedeutendes Pfund, mit dem Meißen wuchern kann. Darüber hinaus hat sich die Stadt am Fluss in den letzten eintausend Jahren immer wieder verändert und war nach der Festlegung Dresdens als Residenzstadt etwas abgehangen. Erst mit der Erzeugung des Meissener Porzellans bekam die Stadt Meißen mit Dom und Albrechtsburg eine neue Identität und eine neue, bis heute anhaltende weltweite Bedeutung.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 09/2015 (September 2015)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. (FH) Steffen Wackwitz

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