Flexibles Hochwasserschutzsystem für Gebäude

In diesem Beitrag wird ein ganzheitliches Hochwasserschutzkonzept für Gebäude beschrieben. Die Konzeption beinhaltet innovative Hochwasserschutz-Systemlösungen nach dem Prinzip einer gebäudeummantelnden Schutzhülle. Sie erfordert eine Reihe von systemtechnischen, bautechnischen, materialtechnischen und betrieblichen bzw. logistischen Problemlösungen, die für Bestandsbauten und Neubauten geeignet sein müssen. Das Problem der aufwändigen Anpassung an die Gebäudestruktur und wechselnde Hochwasserpegel wird durch einen modularen, baukastenartigen Systemaufbau gelöst.

Der Klimawandel als Folge der globalen Erderwärmung bedroht zunehmend Mensch und Umwelt. Die Hochwasser der Jahre 2002 und 2005 sowie im Mai/Juni 2013 hatten katastrophale Auswirkungen. Besonders betroffen waren Siedlungsgebiete mit großen Schäden an Infrastruktur und an Gebäuden. Man schätzt den volkswirtschaftlichen Gesamtschaden im Jahr 2002 auf ca. 11 Mrd. Euro und 2013 auf ca. 8 Mrd. Euro. Wer also sein Eigentum schützen will, muss sein spezifisches Hochwasserrisiko besser einschätzen können und entsprechende Vorsorgemaßnahmen treffen. Insbesondere bei extremen Hochwasserereignissen kann der Schadensumfang so stark ansteigen, dass die Betroffenen die Folgen nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen können. Die Bandbreite der Aufgaben erstreckt sich von der Verhaltensvorsorge über die Flächenvorsorge bis hin zur Bau- und Risikovorsorge. Damit können die Hochwasserrisiken für Mensch, Umwelt, Kulturgüter und Wirtschaft spürbar gesenkt werden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 04/2015 (April 2015)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Armin Hansmann

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