Umfahrung Schwarzkopftunnel – Spezialtiefbau für ein Kernprojekt der Deutschen Bahn AG

Die Ausbaustrecke (ABS) Hanau-Nantenbach ist Teil der Main-Spessart-Bahn zwischen Hanau und Würzburg. Die Strecke verbindet als eine zentrale Achse des Fern- und Güterverkehrs die Wirtschaftszentren des Rhein-Main-Gebietes mit Würzburg und der Region Franken und zählt mit über 200 Zügen täglich zu den am stärksten frequentierten Trassen im Netz der Deutschen Bahn. Als Nadelöhr auf der rund 112 km langen Strecke gilt der rund 160 Jahre alte Schwarzkopftunnel zwischen Laufach und Heigenbrücken. Im Rahmen einer umfassenden Neubaumaßnahme soll das in die Jahre gekommene Bauwerk nun durch eine zweigleisige Umfahrungsspange ersetzt werden.

Der zwischen 1850 und 1854 errichtete Schwarzkopftunnel entspricht in mehrerlei Hinsicht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik: So können beispielsweise Personenzüge – darunter auch der Hochgeschwindigkeitszug ICE – den Tunnel lediglich mit einer gedrosselten Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h passieren. Schwere Güterzüge hingegen benötigen aufgrund der starken Steigung von Aschaffenburg nach Heigenbrücken zusätzliche Schublokomotiven, um den Streckenabschnitt zu bewältigen. Weiterhin war zur Aufrechterhaltung des Tunnelbetriebs in der Vergangenheit ein technisch und wirtschaftlich hoher Instandhaltungsaufwand notwendig geworden. Aus diesen Gründen entschied sich die Deutsche Bahn zum Bau einer Umfahrung des Schwarzkopftunnels. Die Baue r Spezialtiefbau GmbH aus dem oberbayerischen Schrobenhausen führt beim Bau der rund 8 km langen Ausbaustrecke in einer Arbeitsgemeinschaft alle erforderlichen Spezialtiefbauarbeiten aus, die nicht bergmännisch hergestellt werden.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2015 (August 2015)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Hans-Gerd Haugwitz
Stefan Schmitz
Klaus Wecker

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