Hochwasserschutz und landwirtschaftliche Bewässerung im Einklang

Die kanadische Stadt Richmond in der Provinz British Columbia umfasst rund 129 km² und erstreckt sich über 15 Inseln in der Deltamündung des Flusses Fraser. Aufgrund der jahresdurchschnittlichen Höhenschwankungen des Gewässers sind Überflutungen seit Langem ein großes Problem in der Region. Im Laufe der letzten Jahre wurden viele Bereiche der Stadt im Rahmen von Neubauprogrammen über das Überschwemmungsniveau angehoben. Mithilfe von Deichen und Pumpstationen konnten so in den letzten 60 Jahren größere Überflutungen erfolgreich verhindert werden.

Aufgrund der heterogenen Flächennutzung muss sich die Stadt Richmond beim Hochwasserschutz einer eher ungewöhnlichen Herausforderung stellen: Neben Wohn- und Gewerbegebieten befinden sich auch zahlreiche Flächen mit landwirtschaftlicher Nutzung auf dem Stadtgebiet. Hier liegt unter anderem Kanadas Hauptanbaugebiet für Cranberries. Zur Erntezeit im Herbst werden die Felder großflächig geflutet, um die Früchte mit dem Boot ernten zu können. Gleichzeitig muss jedoch der Wasserspiegel in den Entwässerungskanälen niedrig gehalten werden, damit andere Teile der Insel trocken bleiben. Ein heikler Balanceakt zwischen Bewässerung, Entwässerung und Hochwasserschutz ist die Folge dieser Raumnutzung.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2015 (Mai 2015)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Bryan Orchard
Christoph P. Pauly

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