Bedarfsgerechte Kanalschachtplanung - neue Ansätze für hochwertigen und wirtschaftlichen Kanalbau

Der Zweckverband Lollar-Staufenberg (ZLS) hat im Jahr 2013 den fünften und vorerst letzten Bauabschnitt des Erschließungsgebiets Staufenberg-Süd in Auftrag gegeben. Die Planung der fünf Bauabschnitte erfolgte schrittweise durch das Ingenieurbüro Zick-Hessler aus Wettenberg- Wißmar. Wurde in den ersten drei Bauabschnitten noch konventionell mit Beton- und Steinzeugrohren sowie Betonschächten gebaut, so hat man im vierten Bauabschnitt bereits Kunststoffrohre für den Schmutzwasserkanal eingesetzt. Aufgrund der positiven Erfahrungen entschied man sich im fünften Bauabschnitt, mithilfe der „bedarfsgerechten Schachtplanung“ einen neuen Weg zu beschreiten und auf eine Vollkunststofflösung aus Polypropylen zu setzen bei klaren Kostenvorgaben.

Der Bauboom in Deutschland ist angesichts niedriger Bauzinsen weiterhin ungebrochen.Die Schaffung neuer Erschließungsgebiete ist bei vielen Städten und Gemeindenan der Tagesordnung. Bevor die Eigenheime errichtet werden können, heißt esjedoch zunächst, die erforderliche Infrastruktur inklusive des Abwassernetzes mitseinen Kanalrohren und -schächten zu schaffen. Während sich in den letzten JahrenKunststoffrohre aufgrund ihrer Vorteile im Kanalbau etabliert haben, bestehen in Bezugauf Kunststoffschächte immer noch Vorbehalte. Hartnäckig halten sich Vorurteile,wonach diese nicht stabil seien, keine hohe Lebensdauer hätten und zudem viel zuteuer seien. Viele Kommunen betreiben zwar bereits erfolgreich Kanalhaltungen ausKunststoffrohren und -schächten. Dennoch bleiben die Vorteile, die ein komplett aus Kunststoffbauteilen errichtetes Kanalnetz bietet, noch häufig ungenutzt.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 03 - 2015 (März 2015)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Wirtsch.-Ing. Tobias Heger

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