Aufbau eines Fernkältenetzes in der Münchner Innenstadt – Technische Umsetzung, Vorzüge und Herausforderungen

In den Innenstädten der Großstädte ist Platz knapp und teuer. Mit neuen Produkten wollen die Stadtwerke München helfen, wertvollen Raum einzusparen, der bislang für die Bereitstellung von Kälte erforderlich wurde – Fernkälte heißt hier das Schlüsselwort. Kälte wird an zentraler Stelle, abseits wertvoller Nutzflächen, erzeugt und über ein Leitungssystem zum Verbraucher gefördert. Die Trennung von Erzeugung und Nutzung ermöglicht auch den Einsatz alternativer Energiequellen.

Die Idee einer Klimatisierung von Gebäuden ohne vor Ort erzeugte Kompressionskälte entstand vor über zehn Jahren aus einer Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken München (SWM) und BMW. Zu diesem Zeitpunkt plante BMW das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ), für das eine Kühlung erforderlich wurde. Ziel war, die erforderliche Kälteleistung nicht durch stromintensiven Einsatz von Kompressionskälte zu erzeugen, sondern nach einer ökologisch günstigeren Form zu suchen. Eine Lösung wurde durch die Entnahme von Grundwasser gefunden, das durch Düker der U-Bahn aufgestaut wird. Für dieses Projekt haben BMW und die Stadtwerke München GmbH 2006 den bayerischen Energiepreis erhalten.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 01 - 2015 (Januar 2015)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 6,00
Autor: Dipl.-Ing. Thomas Prein

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