Sichere Entsorgung gefährlicher Baustoffe: Mobile Kompaktpresse für ressourcenschonende Entsorgung künstlicher Mineralfasern

Jährlich fallen allein in Baden-Württemberg bei Abbrucharbeiten über 700.000 Tonnen Bauschutt an. Unter dem Bauschutt befinden sich große Mengen künstlicher Mineralfasern (KMF). Die meist gesundheitsschädlichen Stoffe müssen über weite Strecken zu speziellen Deponien transportiert werden. Der Einsatz einer am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelten mobilen Kompaktpresse hilft, dabei die Umwelt zu schützen und Kosten zu minimieren.

Foto: KIT/Lydia Albrecht(05.06.2015) Künstliche Mineralfasern eignen sich hervorragend zur Wärmedämmung von Gebäuden. Beim Abriss verursacht die Mineralwolle jedoch bisher ungelöste Probleme. „Abfälle von KMF-Produkten, die vor dem Jahr 2000 hergestellt wurden, emittieren mitunter stark gesundheitsschädlichen Feinstaub und müssen deshalb zu speziellen Deponien und Entsorgungsanlagen transportiert werden. Diese liegen auch in Baden-Württemberg oft mehrere hunderte Kilometer entfernt“, erklärt Dr. Harald Schneider vom Institut für Technologie und Management im Baubetrieb (TMB) des KIT. Bislang gebe es jedoch keine Möglichkeit, das leichte Material ohne Staubbelastung effektiv zu komprimieren. Lkw sind bei den KMF-Transporten deshalb aktuell nur zu etwa 40 % ihrer zulässigen Gesamttonnage ausgelastet...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Libare GmbH, Heger GmbH & Co. KG, Dustcontrol GmbH, Dr.-Ing. Uwe Görisch GmbH
Autorenhinweis: Jonas Moosmüller, KIT
Foto: KIT/Lydia Albrecht



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 06/07 - Juli 2015 (Juni 2015)
Seiten: 1
Autor: Jonas Moosmüller

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