Zähne für den Papiertiger: Rückblick auf die Berliner Recycling- und Rohstoffkonferenz 2015

Rund 270 Fachleute aus dem In- und Ausland trafen sich wieder auf einer der wichtigsten Recyclingkonferenzen in diesem Jahr, der Berliner Recycling- und Rohstoffkonferenz. Organisiert wurde die Veranstaltung vom TK Verlag unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Karl J. Thomé-Kozmiensky. Zwei Tage lang diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Verwaltung auf bis zu vier Parallelveranstaltungen in über 50 Vorträgen und Diskussionsrunden aktuelle Aspekte der Rohstoffwirtschaft.

Foto: M. Boeckh (21.04.2015) „Die Sekundärrohstoffbranche und damit der Entsorgungs- und Recyclingsektor ist der wachstumsstärkste Wirtschaftssektor in Deutschland“, zitierte Prof. Dr.-Ing. Daniel Goldmann von der TU Clausthal Aussagen des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln. Im Zeitraum 1995 bis 2009 konnte der Umsatz demnach um 520 Prozent gesteigert werden, und 2010 lag der Produktionswert der Sekundärrohstoffe bei etwa 10 Mrd. Euro. Doch die kurzfristige Bilanz fällt eher zurückhaltend aus; von „trüben Aussichten“ für Recycler sprach Goldmann. Es gebe zahlreiche Krisen, und in China verzeichne man ein doch sehr deutlich gebremstes Wachstum, das zu einer signifikanten Reduktion der Importe an Kupfer- und Aluminiumschrotten geführt habe. Das seien schwierige Rahmenbedingungen für die deutschen Verwerter. Überkapazitäten im Recycling- und Grundstoffbereich ließen die Margen zwischen Ankauf von Rohstoffen und Abfällen sowie Erlösen für Konzentrate und Grundstoffe sinken...

Unternehmen, Behörden + Verbände: TK Verlag, Berlin
Autorenhinweis: Martin Boeckh
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 04/05 - Mai 2015 (April 2015)
Seiten: 1
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Martin Boeckh

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