Wie Phönix aus der Asche: Großbrand führte zu umfassender Sanierung einer Müllverbrennungsanlage

Ein verheerender Großbrand, dessen Ursache bis heute ungeklärt ist, vernichtete am 11. Oktober 2010 einen Teil des Müllbunkers des Müllheizkraftwerkes Ludwigshafen/Rhein. Nicht nur das Umleiten großer Teile der Abfallströme aus einer ganzen Region stellte an den Betreiber hohe logistische Anforderungen. Auch die Sanierung während des laufenden Anlagenbetriebes brachte die GML Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH gehörig ins Schwitzen; denn mit der Brandschutztechnik, wie sie vor dem Großbrand bestand, war die Betriebsgenehmigung nicht zu erhalten.

Foto: Feuerwehr Ludwigshafen/Rhn.(21.04.2015) Die GML Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH in Ludwigshafen am Rhein ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Städte Ludwigshafen, Mannheim, Worms, Speyer, Neustadt/Weinstraße und Frankenthal/Pfalz sowie der Landkreise Alzey- Worms, Bad Dürkheim und des Rhein- Pfalz-Kreises. Seit Anfang 2015 ist der Gesellschafterkreis um die ZAK (Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern – gemeinsame kommunale Anstalt der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern) erweitert worden und nun für die Müllentsorgung von rund einer Million Menschen verantwortlich. Die GML ist auch Eigentümerin des Müllheizkraftwerks Ludwigshafen (MHKW). Im Jahr 2014 wurden hier 190.426 Tonnen Haus- und Sperrmüll sowie hausmüllähnliche Gewerbeabfälle energetisch verwertet. Aus dem bei der Müllverbrennung erzeugten Hochdruckdampf werden im benachbarten Fernheizkraftwerk der Technischen Werke Ludwigshafen AG (TWL) Fernwärme und Strom produziert. TWL ist auch der von GML beauftragte Betriebsführer.
Am 11. Oktober 2010 brach im alten Müllbunker des MHKW ein Brand aus, der auch den benachbarten, neuen Stapelbunker aus 2009 über die trennende, 18 Meter hohe Zwischenwand hinweg in Brand setzte. Der Brand begann zunächst im Umfeld der Sperrmüllschere mit einem sehr kleinen Primärfeuer. Dieses
wurde von den Kranfahrern sofort entdeckt...

Unternehmen, Behörden + Verbände: GML Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH, Technischen Werke Ludwigshafen AG (TWL)
Autorenhinweis: Dr. Thomas Grommes, Geschäftsführer der GML Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH, Ludwigshafen/Rhein / M. Boeckh
Foto: Feuerwehr Ludwigshafen/Rhn.



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 04/05 - Mai 2015 (April 2015)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Martin Boeckh
Dr. Thomas Grommes

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Dezentral ist meist ideal: Mono-Klärschlammverbrennungsanlagen sind im Kommen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (10/2018)
Die Bedeutung der thermischen Klärschlammverwertung in Deutschland nimmt zu. Im Bereich der Mono-Klärschlammverbrennung ist die Wirtschaftlichkeit das Hauptargument für den Bau zentraler Großanlagen. Doch dezentrale Kleinanlagen holen durch vielfältige Einsparpotentiale auf: anwenderfreundliche Automatisierung, Reduzierung der Transportkosten, überzeugende Vorteile durch Brennstoffflexibilität und erhöhte Energieausbeute.

Fit für die Zukunft: Studie bietet Entscheidungshilfen für die Modernisierung des MHKW Ludwigshafen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (6/2018)
Im fünfzigsten Jahr des Bestehens ihres Müllheizkraftwerks Ludwigshafen haben die kommunalen Gesellschafter der GML – Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk Ludwigshafen GmbH beschlossen, ihr Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk für die nächsten 25 Jahre fit zu machen. Vorausgegangen war eine Untersuchung der Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen. Die Frage war: Neubau oder ‚Retrofit‘?

Modernisierung des Gemeinschafts-Müllheizkraftwerks Ludwigshafen – Weiterentwicklung der langfristigen Entsorgungssicherheit mit dem Projekt IGNIS
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2018)
Im fünfzigsten Jahr des Bestehens ihres Müllheizkraftwerks Ludwigshafen treffen die kommunalen Gesellschafter der GML die wegweisende Entscheidung, dass ihr Gemeinschafts- Müllheizkraftwerk für die nächsten 25 Jahre modernisiert wird.

Wertstoffpotenziale gemischter gewerblicher Siedlungsabfälle im Einzugsgebiet des MHKW Würzburg
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2018)
Im Auftrag des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Raum Würzburg (ZVAWS) wurden die Auswirkungen der novellierten GewAbfV im Einzugsgebiet des Müllheizkraftwerks Würzburg untersucht.

Immer gleichbleibend aktiv: DeNOx-Katalysatoren lassen sich nur aufwändig regenerieren
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2017)
Die katalytische Entstickung (Selective Catalytic Reduction, SCR) wird seit mehr als zwanzig Jahren im Bereich der thermischen Abfallbehandlung zur Reduktion von Stickoxiden eingesetzt. Dabei kann es zu Desaktivierungen des Katalysators kommen. Die möglichen Ursachen für eine Verunreinigung sind vielfältig. Um sie zu beheben, stehen mehrere Verfahren zur Regeneration des Katalysators zur Verfügung.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...