Praxiserfahrungen beim Einsatz von Glaskugeln im Brunnenbau

Seit über sechs Jahren werden Glaskugeln alternativ zu Sanden und Kiesen der DIN 4924 als Stützmaterial im Brunnenbau eingesetzt. Der vorliegende Beitrag berichtet über die Einführung sowie Erfahrungen beim Bau von Brunnen mit Glaskugeln und zeigt Möglichkeiten der Auslegung der Kugelgrößen und der entsprechenden Kontrolle auf der Baustelle auf.

Ausschlaggebend für die Idee, Glaskugeln im Brunnenbau einzusetzen, war ein Ortstermin bei einem großen Wasserversorgungsunternehmen. Die Reinigung und Regeneration der Brunnen werden dort u. a. mit einer eigenen Hochdruckanlage vorgenommen. Bei einer routinemäßigen Reinigung eines neueren Flachbrunnens im Lockergestein, der mit Wickeldrahtfilterrohren und einer doppelten Kiesschüttung ausgebaut war, wurde bei Begutachtung der aus den Brunnen geförderten Partikel festgestellt, dass im Zuge der Hochdruckregenerierung überwiegend kleinere Quarzkiesteile aus der inneren Ringraumschüttung zutage gefördert werden. Sand oder andere Partikel aus den umliegenden Bodenschichten waren in dem geförderten Material nicht zu erkennen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 03 - 2015 (März 2015)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Frank Hermann
Dipl. Geol. Ralf Dinkelmeyer

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