depSIM – Einsatz und Potentiale der numerischen Deponiesimulation

Im Beitrag wird ein mechanisches Modell zur gekoppelten Berechnung der wesentlichen Prozesse innerhalb des Deponiekörpers vorgestellt. Als Randbedingungen können die äußere Temperatur, Druck und die Verschiebung vorgegeben werden.

DepSIM ermöglicht eine örtlich und zeitlich differenzierte Berechnung und Darstellung der Temperatur, der Abbaurate der Organik, der lokalen Druckverhältnisse und die daraus resultierenden Gasströmungsgeschwindigkeiten. Durch die detaillierte Berechnung der Gasgeschwindigkeiten an jedem Punkt der Deponie ergibt sich eine wesentliche Verbesserung gegenüber konventionellen Rechenmodellen zur Gasprognose und - erfassung. Diese bisherigen Prognosemodelle basieren auf abgeschätzten Eingangsparametern, die jeweils für eine komplette Deponie oder einen Deponieabschnitt gemittelt werden und keine gekoppelte Berechnung der relevanten Parameter ermöglichen. Dadurch ist eine räumlich differenzierte Betrachtung der Gasproduktion nicht möglich. Doch gerade eine räumlich exakte, quantitative Prognose der zu erwartenden Gasproduktion, die depSIM leisten kann, ist für Deponiebetreiber zur richtigen Dimensionierung der Gasfassung und -behandlung zwingend notwendig. Ebenfalls lassen sich die Gasströme entlang der Deponieoberfläche räumlich und zeitlich differenziert darstellen. Dies ermöglicht eine lokal differenzierte Deponiegasbewirtschaftung mit einer Unterteilung in Bereiche mit aktiver oder passiver Gasfassung oder um die Realisierbarkeit einer Methanoxidationsschicht abzuschätzen. Anhand von ausgewählten Praxisbeispielen wird das Optimierungspotential für unterschiedliche Deponien aufgezeigt und erläutert.



Copyright: © Wasteconsult International
Quelle: Praxistagung 2014 (Dezember 2014)
Seiten: 12
Preis inkl. MwSt.: € 6,00
Autor: Dr.-Ing. Sebastian Schmuck
Prof. Dr.-Ing. Renatus Widmann
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Tim Ricken

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