Der Lageenergiespeicher aus Sicht der Wasserwirtschaft

Die Energiewende erfordert die Entwicklung neuer, effizienter Speichertechnologien. Bisher stellen Pumpspeicherkraftwerke die weit überwiegende Speicherkapazität zur Verfügung. Der Lageenergiespeicher ist eine Weiterentwicklung davon, die mit geringerer Wassermenge und Platzbedarf sehr große Energiemengen kostengünstig speichern kann. Dabei wird eine große Felsmasse mit Wasserdruck mittels Strom angehoben. Bei Strombedarf wird die Felsmasse abgelassen und das Wasser durch Turbinen geleitet. Die notwendigen Drücke und Maschinensätze sind ähnlich zu denen der konventionellen Pumpspeicher.

Der Lageenergiespeicher bietet eine neue Chance, auf kleinen Flächen und mit geringerem Wasserbedarf große Energiemengen zu speichern. Diese Speichertechnik wird in allen Ländern nachgefragt werden, die auf FEE umstellen und damit zeitweise überschüssigen Strom zu sehr niedrigen Grenzkosten erzeugen können.

Aufgrund seiner ökologischen Vorzüge gegenüber Batterien – es gibt wenig Rohstoff- und Entsorgungsprobleme – sowie seines hohen Wirkungsgrads (ähnlich Pumpspeicherkraftwerken) von 80 %, sollte diese Technologie weiter erforscht und entwickelt werden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 10/2014 (Oktober 2014)
Seiten: 5
Autor: Prof. Dr. Eduard Heindl

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