Strukturell Redundante Überwachungssysteme und deren Einsatz (auch) bei einem teilweisen Ausfall der üblichen Informationsstruktur

Systeme zur Talsperrenüberwachung müssen die Informationen, die bei Rundgängen aufgenommen werden, das Eintragen von Bewertungen und Kommentaren sowie die laufende automatisierte Verhaltensüberwachung bereitstellen. Aus diesen Informationen kann in den verschiedenen Beurteilungsebenen der Talsperrenüberwachung ein sofortiger Rückschluss und das Urteil, ob die vorliegenden Risiko-Informationen plausibel sind, gebildet werden. In den letzten Jahren ist es auch für die Talsperrenverantwortlichen zum Standard geworden, dass der Informationszugriff und die Bereitstellung von Warn- und Risikoinformationen über die übliche Informationsinfrastruktur des Internets abläuft. Als besonders kritischer Punkt werden die Risiken einer ausschließlich zentralen Informationsbereitstellung, allenfalls sogar im nicht dem Unternehmen unterstellten quasi öffentlichen Informationsbereich beschrieben. Ausführlich wird auf die Probleme, die dabei bei lokalen Unwetterereignissen auftreten können, eingegangen.

Lösungen, die den sofortigen Informationszugriff auf sperrennaher Ebene ermöglichen, stellen sicher, dass die Talsperrenüberwachung auch bei einem weitgehenden Ausfall der üblichen Infrastruktur verfügbar bleibt.

Die zentrale Datenhaltung (üblicherweise auf virtuellen Servern), ergänzt durch direkte zusätzliche Bewertung und Datensicherung in der Sperre, ermöglicht auch bei einem (teilweisen) Ausfall der Informationsinfrastruktur den Zugriff auf die Sperreninformationen.

Die Umrechnung von Roh-auf Endwerte inkl. Plausibilitätsprüfung und das Darstellen von Zusammenhängen erfolgt sofort in der Sperre bei der Begehung. Stammdaten, Notfallpläne, Aufruf von Begehungsinformationen, Kommentaren, Daten und Auswertungen steht in der Sperre sofort bei der Begehung zur Verfügung.

Die DATAVIEW-RisikoVorausSchau ermöglicht die lokale oder mit Zentralsystemen erfasste Überwachung von Sickerwässern, Druckmessung und Verformungen auf ungewöhnliches Kurzeitverhalten und eine Langzeitbewertung mit Überwachung eines adaptiven Risikobereiches zusätzlich zu starren (Vorwarn-) Grenz-und Alarmwerten. Dadurch wird frühzeitig die Aufforderung zur vertieften Überprüfung bereitgestellt.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 09/2014 (September 2014)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Franz Zeilinger
Jürgen Prammer

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