Bei der in den Jahren von 1997 bis 2002 sanierten Ennepestaumauer bestand in der Sanierungsgenehmigung unter anderem die Auflage zur Dokumentation des Sanierungserfolges durch eine Vertiefte Überprüfung 10 Jahre nach Sanierungsende. Im Rahmen der Vertieften Überprüfung wurden u. a. sämtliche, für die Standsicherheit relevanten Eingangsgrößen neu hinterfragt und bewertet. Von großer Bedeutung zur Beurteilung der Bauwerkssicherheit sind hierbei auch die vor Ort gewonnenen Messdaten, von deren vertiefter Regressionsanalyse hier berichtet wird.
Die hier vorgestellte Messdatenanalyse bestätigt den Erfolg der vor nunmehr 12 Jahren abgeschlossenen umfangreichen Sanierung der Ennepestaumauer. Die ausgewerteten Verformungen, Grundwasserstände, Sickerwassermengen und Porenwasserdrücke resultieren aus den physikalischen Zusammenhängen mit den Wirkgrößen und sind in der aufgetretenen Größe nachvollziehbar. Zeitabhängige Verformungsanteile fallen gegenüber den Wirkgrößen Stauhöhe und Temperatur deutlich geringer aus. Das Verformungsverhalten an der Ennepemauer ist demnach hauptsächlich elastisch, plastische Kriechverformungen sind nur sehr geringwertig zu beobachten. Bei den geohydraulischen Messungen fungieren neben der Stauhöhe auch Niederschläge und die Talsperrenabgabe als Wirkgrößen. Hier ist vereinzelt zeitabhängiges Verhalten auf lokale Gegebenheiten, wie Veränderungen der Fließwegigkeiten durch Versinterungen oder Auswaschungen, zurückführen.
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| Quelle: | Wasserwirtschaft 09/2014 (September 2014) | |
| Seiten: | 5 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Frank Roesler | |
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