Die fachgerechte Überwachung von Talsperren ist im Allgemeinen mit konventionellen Messverfahren ausreichend gut möglich. Dagegen sind innovative Messtechniken in den regulären Messprogrammen zur Talsperrenüberwachung auf den ersten Blick selten zu finden. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber, dass sie dann zum Einsatz kommen, wenn bau- oder geotechnische Fragestellungen mit konventioneller Messtechnik nur schwer, unwirtschaftlich oder gar nicht zu beantworten sind.
Moderne, innovative Sensorik hat sich in der alltäglichen Überwachungspraxis als Ergänzung der konventionellen Technik dann etabliert, wenn sich damit bau- bzw. geotechnische Fragenstellungen zuverlässiger oder wirtschaftlicher beantworten lassen.
Während der Vorbereitung und Ausführung eines Messtechnikprojekts sind Kooperations- und Risikobereitschaft gefragt – bei den Talsperrenbetreibern, Forschungseinrichtungen und Geräteherstellern. Die rechtzeitige Einbindung des Messtechnikplaners ist eine Voraussetzung für den Erfolg.
Es ist wichtig, neben den Potenzialen auch die Einsatzgrenzen moderner Verfahren zu erkunden und nachzuweisen, um sie zielgerichtet für eine zuverlässige, über Jahrzehnte stabile und wirtschaftliche Bauwerksüberwachung einsetzen zu können.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH | |
| Quelle: | Wasserwirtschaft 09/2014 (September 2014) | |
| Seiten: | 4 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Holger Rosenkranz | |
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