Klimawandel und demografischer Wandel - Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Auswirkungen auf die Trinkwasserverteilung

Für Deutschland werden neben nassen und mäßig kalten Wintern insbesondere heißere und trockenere Sommer mit längeren und häufiger auftretenden Trockenperioden sowie wiederkehrenden Starkregenereignisse prognostiziert. Im Verbundprojekt dynaklim wird die dynamische Anpassung regionaler Planungs-und Entwicklungsprozesse an die Auswirkungen des Klimawandels am Beispiel der Emscher-Lippe-Region in Nordrhein-Westfalen untersucht. Erste Ergebnisse werden vorgestellt.

Im Verbundprojekt dynaklim werden u. a. die Auswirkungen der genannten Klimaentwicklungen auf die Sicherheit, Qualität und die Kosten für die Wasserverteilung (Förderanlagen, Rohrleitungsnetz, Armaturen) inklusive der Wasserspeicherung untersucht. Bereits im Vorfeld hat sich hierbei gezeigt, dass zugehörige Lösungen nicht allein auf Basis von Klimaprojektionen abgeleitet werden sollten, sondern auch sozio-ökomische Wandelprozesse wie z.B. der demografische Wandel oder die Wirtschaftsentwicklung in die Betrachtungen mit einbezogen werden sollten. Diese Wandelprozesse sind aktuell nicht nur in der Emscher-Lippe-Region spürbar, sondern verändern je nach Region stärker oder schwächer Wirtschafts-, Gesellschafts-und Siedlungsstrukturen in weiten Teilen Deutschlands.

Anlagen der öffentlichen Trinkwasserversorgung werden üblicherweise für eine lange Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten (ca. 80 – 100 Jahre) geplant, gebaut und betrieben. Umso wichtiger ist es daher, wichtige Einflussgrößen wie Klimawandel, Demografie und Wirtschaftsentwicklung auf sich ändernde Rahmenbedingungen bei Planung und Betrieb bestehender bzw. künftiger Anlagen zu berücksichtigen. Im Rahmen des Verbundprojektes dynaklim wurden Auswirkungen dieser Wandelprozesse auf die Rohwasserqualität und die netzgebundene Trinkwasserverteilung näher untersucht.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 01-02/2014 (Februar 2014)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Michael Feller
Dr.-Ing. Hans-Christian Sorge
Dr. Susanne Grobe

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Bau eines Horizontalfilterbrunnens in Augsburg
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (5/2018)
Folgeerscheinungen des Klimawandels, wie z. B. Überschwemmungen und Starkregenereignisse, stellen Wasserversorgungsunternehmen mitunter vor erhebliche Herausforderungen. Um ihre rund 320.000 Kunden trotzdem auch in Zukunft mit hochwertigem Trinkwasser versorgen zu können, hat die Stadtwerke Augsburg Wasser GmbH in den vergangenen Jahren verschiedene Strategien entwickelt.

Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2015)
Der diesjährige „Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ zeigt: Steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme wirken sich zunehmend auf die deutsche Gesellschaft aus. Betroffen sind u. a. die Energieversorgung, die Landwirtschaft und die Gesundheitsvorsorge. Im vorliegenden Beitrag wird insbesondere aufgezeigt, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Wasserwirtschaft und die Trinkwasserversorgung hat.

Einfluss von Klimaänderungen auf die Wasserqualität von Talsperren und Strategien zur Minimierung der Auswirkungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2015)
Die Trinkwasserversorgung aus Talsperren unterliegt in vielfacher Weise Umwelteinflüssen, die sich auf Wassermenge und -qualität auswirken. Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e. V. (ATT) und der TU Dresden werden seit 2012 Langzeitdaten ausgewertet, um die Frage zu beantworten, wie sich Qualitätsparameter klimabedingt verändern, und daraus Handlungsstrategien für eine stabile Versorgung abzuleiten. Im folgenden Beitrag werden neben wesentlichen Ergebnissen beispielhaft Möglichkeiten dargestellt, wie bereits jetzt auf Veränderungen reagiert wird.

Prognose zur Entwicklung des Spitzenwasserbedarfs unter dem Einfluss des Klimawandels
© DIV Deutscher Industrieverlag GmbH (1/2011)
Eine Abschätzung am Beispiel der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden

Klimawandel und Trinkwasserversorgung: Auswirkungen,Handlungsbedarf, Anpassungsmöglichkeiten
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2009)
Die Akteure der Wasserversorgung sind es gewohnt, in langfristigen Planungs- und Investitionszeiträumen zu denken und mit sich verändernden Rahmenbedingungen umzugehen. Daher sollte, in Kooperation mit Forschung, Politik und weiteren Akteuren, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels gelingen. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland und den Handlungsbedarf, der sich daraus für die Wasserversorgung ergibt. Weiterhin werden bestehende Anpassungsmöglichkeiten erläutert und auf Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten insbesondere für Wasserversorger verwiesen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...