Hohe Wertstoffmengen durch Anreizsysteme

Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum Kreislaufwirtschaftsgesetz wurde die Steigerung der Wertstoffmengen durch die verbesserte Sammlung von Nichtverpackungskunststoffen, Metallen, Elektrokleingeräten usw. intensiv diskutiert. Eine einheitliche Wertstofftonne sollte die ermittelten 7 kg/EW an zusätzlichen Wertstoffen abschöpfen. Eine Reihe von Kommunen haben seitdem Versuchssammlungen unterschiedlichster Ausgestaltung gestartet.

Es darf allerdings hinterfragt werden, ob die bloße Bereitstellung eines weiteren bzw. erweiterten Sammelsystems die Wertstoffmengen, die Deutschland als rohstoftarmes Land dringend benötigt, steigern kann. Wie steht es insbesondere mit den Wertstoffen, für die es bereits überall seit Langem Sammelsysteme gibt, die aber dennoch zu einem nicht unerheblichen Teil in der Restmülltonne landen? Der Landkreis Aschaffenburg hat vor knapp 20 Jahren den Weg eingeschlagen, über ein Anreizsystem die Wertstoffmengen zu steigern und die Restmüllmenge zu verringern sowie die Kosten und somit die Gebühren
zu senken.



Copyright: © Deutscher Landkreistag - "Der Landkreis"
Quelle: Ausgabe 01-02 (Januar 2014)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Jürgen Morlok

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Baggerseen sind Refugien für die Artenvielfalt
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Ein Forschungsprojekt zeigt neue Wege für den Artenschutz an künstlichen Gewässern. Untersucht werden positive und negative Einflüsse von Angelvereinen und deren Gewässernutzung auf die gewässergebundene Biodiversität.

Aktives Flächenmanagement zur Vorbereitung von Fließgewässerrenaturierung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Maßnahmen zur Renaturierung von Fließgewässern benötigen Flächen, die im Regelfall Nutzungen zugeführt sind. Vorausschauendes Flächenmanagement sowie Kooperation und partizipatives Vorgehen sind hier notwendig, um die Belange der Grundstückseigentümer aufgreifen zu können und die benötigten Flächen verfügbar zu machen. Am Beispiel vom Vorpommern wird dieses prospektive und stategische Flächenmanagement vorgestellt.

Partizipation betroffener Akteursgruppen zur Minderung der Nitratbelastung des Grundwassers
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Die Nitratwerte im deutschen Grundwasser sind vielerorts seit über 20 Jahren erhöht. Die EU-Kommission beurteilte entsprechende Gesetzesnovellen der vergangenen Jahre mehrfach als unzureichend. Vorgestellt werden Untersuchungsergebnisse dazu, unter welchen Voraussetzungen kleine partizipative Gremien lokal zu einer Einhaltung der Nitratgrenzwerte in ihrer jeweiligen Region beitragen können.

Stand und Potenziale der Biogutverwertung in Deutschland
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2019)
Die Bioabfallerfassung ist eine Erfolgsgeschichte, steht aber noch vor vielen Herausforderungen. Neben der Qualität (die nicht Gegenstand dieser Betrachtung war) steht vor allem die umfängliche Erfassung von nativer küchenstämmiger Organik im Vordergrund. Die Erfassungs- und Verwertungsleistung dieser Abfallfraktion ist vollkommen unbefriedigend und die Potenziale sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

Bioökonomie in Deutschland – Stand, Perspektiven und Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2019)
Eine zentrale globale Zukunftsaufgabe ist die Sicherstellung einer nachhaltigen, das heißt ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähigen Versorgung mit Rohstoffen und Energie. Bis 2050 soll die Energieversorgung in Deutschland weitestgehend über Erneuerbare Energien sichergestellt werden und dabei wird die Bioenergie eine wesentliche Rolle spielen. Die Versorgung der Wirtschaft mit organischen Ressourcen muss in diesem Jahrhundert weitgehend von fossilen Rohstoffen auf Biomasse umgestellt werden. In beiden Bereichen kann und muss die Abfallwirtschaft einen wesentlichen Beitrag leisten. Der Aufbau einer biobasierten Wirtschaft (Bioökonomie) wird eine Vielzahl neuer biobasierter Produkte mit sich bringen. Die Herausforderungen können nur durch die Implementierung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft gemeistert werden.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...