Neue Trinkwasseraufbereitungsanlage für Finnentrop

Die Trinkwasseraufbereitungsanlage für die Gewinnung „Müllen“, die 80 Prozent der Gemeinde Finnentrop im Sauerland mit Trinkwasser versorgt, wird in einem neuen Bauwerk installiert. Vorgesehen ist eine Kombination aus Ultrafiltration und Umkehrosmose. Mittels Ultrafiltration soll ein den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechendes Wasser produziert und mittels Umkehrosmose zusätzlich der Härtegrad auf ca. 10° dH reduziert werden. Das bestehende Pumpwerk wird in das Konzept integriert und hat eine gesamte Produktionsleistung von 150 m³/h.

Die Gemeinde Finnentrop wird von vier Wassergewinnungen versorgt. Die Hauptgewinnung der Gemeinde ist aber die Gewinnung Müllen, aus der derzeit ca. 900.000 m3 Wasser pro Jahr in das Gemeindenetz gefördert wird. Bedingt durch die Lage der Gewinnung Müllen sind die mikrobiologischen Belastungen sowie starke Regenereignisse dafür verantwortlich, dass deutlich höhere Trübungswerte, die über dem Grenzwert liegen, zu verzeichnen sind. Neben der mikrobiologischen Belastung und dem erhöhten Trübungsgehalt ist die Harte des Wassers zu hoch, sodass das Wasser einen kalkabscheidenden Charakter aufweist. Gemäß den Vorgaben der Trinkwasserverordnung von 2001 reicht die alleinige Desinfektion des belasteten Wassers künftig nicht mehr aus. Zur dauerhaften Sicherstellung einer einwandfreien Qualität des Trinkwassers ist eine sichere Beseitigung der auftretenden Trübungen und Verkeimungen nach den allgemeinen anerkannten Regeln der Technik nötig. Hierzu bietet sich die Ultrafiltration an.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2014 (Dezember 2014)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Lukas Miszok
Joachim Georgi

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