Grabenlose Erneuerung von Feuerlöschleitungen im Berstlining-Verfahren

Der BASF-Landeshafen Nord in Ludwigshafen ist seit Jahrzehnten Umschlagplatz für brennbare Flüssigkeiten wie Naphta, Methanol und unter Druck verflüssigte Gase. Teil des umfassenden Sicherheitskonzeptes im Hafengelände sind Schaumwasserwerfer, die durch unterirdische Stahlrohrleitungen mit Wasser versorgt werden. Wegen zunehmender Leckagen wurden die vorhandenen Leitungen grabenlos mittels Berstlining erneuert.

Durch den schlecht verdrängbaren Boden und die daraus resultierende Anzahl an Baugruben verlängerte sich die Bauzeit und folglich stiegen auch die Kosten. Ansonsten lief die Baumaßnahme weitgehend problemlos ab. Es zeigte sich jedoch, wie entscheidend der Einfluss des Baugrundes auf den Erfolg bzw. die Kosten einer solchen Baumaßname ist. In diesem Fall stiegen die Kosten um ca. 60 Prozent gegenüber der ursprünglich angesetzten Summe. Eine gründliche Planung und ein qualifiziertes Fachunternehmen sind als Grundvoraussetzungen für das Gelingen einer Berstliningmaßnahme unentbehrlich. Hier musste man den Boden als gegeben hinnehmen, da eine offene Verlegung, aus den am Anfang genannten Gründen, ausschied.

Das Berstlining stellt aufgrund der geringen Eingriffe in Oberfläche und Verkehr eine interessante Alternative zur konventionellen Verlegung im offenen Graben dar. Gegenüber der Sanierung (zum Beispiel mittels Inliner) ergibt sich der Vorteil vor allem aus der Tatsache, dass ein genormtes und werkseitig gefertigtes Rohr mit vollem Leistungsumfang (Druck, Statik, Korrosionsschutz, Lebensdauer) eingebaut wird.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 04 - 2014 (April 2014)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 6,00
Autor: Dipl.-Ing. Stephan Hobohm

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