Projektvergaben stagnieren auf niedrigem Niveau: Die Abfallpolitik der EU sorgt für eine steigende Nachfrage bei den MVA-Kapazitäten – mittelfristig

Bei der Müllverbrennung bleibt China Wachstumsmotor, aber andere asiatische Schwellenländer holen auf. In Europa steigt die Nachfrage erst mittelfristig. In den kommenden zehn Jahren werden weltweit geschätzt 500 Anlagen mit einer Kapazität von rund 150 Mio. Jahrestonnen neu errichtet. Die Vergasung von Abfällen ist in einigen Regionen der Welt eine wichtige Option. So die Kernaussagen einer neuen Studie.

Foto: M. Boeckh(31.10.2014) Die thermische Behandlung von Abfällen bleibt auf dem Vormarsch. Derzeit sind weltweit rund 2200 Müllverbrennungsanlagen (MVA) in Betrieb. In den kommenden zehn Jahren werden geschätzt 500 Anlagen mit einer Kapazität von rund 150 Mio. Jahrestonnen neu errichtet. Berücksichtigt man auch Anlagenstilllegungen, so werden in zehn Jahren insgesamt knapp 2500 Anlagen mit einer Kapazität von 385 Mio. Tonnen Behandlungskapazität in Betrieb sein – so die Kernaussagen der ecoprog-Studie.
Steigende Abfallmengen machen vor allem den Schwellenländern zu schaffen. Zudem führt die Verstädterung zu einer sinkenden Verfügbarkeit von Flächen für die Abfalldeponierung. Auch eine zunehmend striktere Abfallgesetzgebung lässt den Bedarf in der Abfallverwertung weiterhin anhalten. Allein in den vergangenen fünf Jahren ist die globale Kapazität in der Abfallverbrennung um über 25 Prozent gestiegen. Asien bleibt die Boomregion für die thermische Abfallverwertung. Allein im Wachstumsmarkt China werden derzeit rund 30 neue MVA pro Jahr gebaut. Aber auch in anderen Regionen wie Indien, dem Mittleren Osten, Malaysia, Vietnam oder Indonesien wird die thermische Verwertung von Abfällen zunehmend zu einer Option. Der Markt für die thermische Abfallverwertung wird sich insgesamt weiter globalisieren...

Unternehmen, Behörden + Verbände: ecoprog GmbH (Köln)
Autorenhinweis: Heike Mathias, ecoprog GmbH, Köln
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Oktober 2014 (Oktober 2014)
Seiten: 2
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