Kein Deut besser: Ökobilanz von Bioplastik ist ernüchternd

Eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) aus dem Jahre 2012, die im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass biologisch abbaubare Kunststoffe für Verpackungen, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, insgesamt keinen ökologischen Vorteil haben. Dies führte dazu, dass eine bis zum Jahresende 2012 befristete Sonderregelung in der Verpackungsverordnung, die die Markteinführung von so genannten Biokunststoffen erleichtern sollte, nicht verlängert wurde.

Foto: M. Boeckh(28.03.2014) Das gesamte Kunststoff-Verpackungsaufkommen in Deutschland betrug im Jahre 2011nach Daten der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH 2,775 Mio. Tonnen. Verpackungen aus biologisch abbaubaren Kunststoffen hatten damals lediglich einen Marktanteil von maximal 0,5 Prozent. Dabei ist die Palette der Produkte aus Biokunststoffen recht groß. Sie umfasst beispielsweise Abfallsäcke, Tragetaschen, Verpackungsfolien, Einweggeschirr, Obst und Gemüseschalen und Verpackungschips. In den vergangenen Jahren wurden viele Sorten von biologisch abbaubaren Kunststoffen entwickelt, von denen sich nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) vor allem drei Sorten durchgesetzt haben. Diese sind Kunststoffe auf Basis thermoplastischer Stärke, die aus Kartoffeln und Mais gewonnen wird (so genannte Stärke-Blends), außerdem Polylactid (PLA) auf der Basis von Milchsäure und abbaubare Polyester, die aus Erdöl hergestellt werden...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), Umweltbundesamt (UBA, Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Autorenhinweis: Dr. Martin Mühleisen
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: März 2014 (März 2014)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Martin Mühleisen

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsmangement unter Berücksichtigung der EU-Taxonomie und des CSRD-Entwurf
© ASK-EU (7/2022)
1 Definition und Abgrenzung 2 Verordnung hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD-Entwurf) 3 Verordnung über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen (Taxonomie-Verordnung) 4 Nachhaltigkeitsmanagementsystem als integraler Bestandteil moderner Unternehmensführung bei kommunalen Unternehmen 5 Zusammenfassung

Kreislaufwirtschaft in der Steiermark – zukunftsweisende Ansätze auf Landesebene
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Das Land Steiermark hat sich mit dem Landes-Abfallwirtschaftsplan Steiermark 2019 (Winter 2019) dem Weg zur ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft verschrieben. Er definiert als übergeordnete Vision den Wandel zur Kreislaufwirtschaft bis zum Jahr 2050 und legt in diesem Sinne konkrete Strategien und Ziele für die nächsten Jahre fest. Dieser Weg erfordert eine Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch. Anstelle der bisher in vielen Bereichen noch immer vorherrschenden linearen Produktions- und Nutzungsketten Primärrohstoffentnahme, Produktion, Nut-zung, Entsorgung) muss eine möglichst lange und werterhaltende Nutzung von Produkten und Rohstoffen im Mittelpunkt stehen. Die gesetzlichen Grundlagen dafür wurden bereits mit der Einführung der fünfstufigen Abfallhierarchie in der europäischen Abfallrahmenrichtlinie 2008 geschaffen.

Abfall mit viel Substanz: Reststoffe aus der Papierherstellung bergen wertvolle Ressourcen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (3/2016)
Bei der Papiererzeugung fallen verschiedene Rückstände an, die bislang zum Großteil nur energetisch genutzt werden. Untersuchungen zeigen, dass sich viele dieser Rückstände hervorragend stofflich nutzen ließen. Dafür bieten sich eine Reihe von Optionen an. Einige dieser Möglichkeiten stellen wir im Folgenden vor.

Vom Baum zum Brennstoff: Vorschau auf die LIGNA 2015 in Hannover
© Deutscher Fachverlag (DFV) (4/2015)
Die LIGNA ist die weltweit bedeutendste Messe für den Maschinen- und Anlagenbau der Holzbe- und -verarbeitung und wird vom 11. bis zum 15. Mai 2015 in Hannover ausgerichtet. Sie vereint die Kernbereiche Industrie und Holzhandwerk, Forstwirtschaft und Forsttechnik sowie Energie aus Holz und gilt damit in der horizontalen Ausrichtung als einzigartig.

Reduzierter Wartungsaufwand: Filterplatten lassen sich wieder bespannen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2014)
Der Markenname ist Programm: NeverLeak – niemals undicht. Mit diesem Konzept für wieder bespannbare Plattenfilterelemente aus Anschwemmfiltern hat die GKD – Gebr. Kufferath AG (GKD) aus Düren (NRW) in der industriellen Filtration neue Maßstäbe gesetzt.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...