Zugewanderte, nicht heimische Flusskrebse bedrohen die europäischen Arten durch Übertragung von Krankheiten und Konkurrenz. Ihre Ausbreitung wird durch die angestrebte Durchgängigkeit der Binnengewässer gefördert. Selektive Barrieren sollen die Krebse in der Ausbreitung hindern, ohne die Fischwanderung zu stören.
Der starke Rückgang heimischer Flusskrebsarten ist neben der allgemeinen Biotopzerstörung zu einem Großteil auf das Eindringen gebietsfremder Flusskrebsarten zurückzuführen, welche neben allgemeiner ökologischer Konkurrenz insbesondere durch die Übertragung der Krebspest (Aphanomyces astaci), einer für heimische Flusskrebse tödlichen Pilzinfektion, die Bestände stark dezimiert haben. Zunehmender Schiffsverkehr und gewässerverbindende Kanalbauten haben dabei zusätzlich zur Verbreitung der Fremdarten beigetragen, so dass sich die Artenzahl der wirbellosen Neozoen im Rhein seit der Jahrhundertwende verfünffacht hat. Die letzten Rückzugsgebiete des häufigsten heimischen Flusskrebses, dem streng geschützten Edelkrebs (Astacus astacus), liegen heute in isolierten Gewässern wie z.B. Kleinseen und Talsperren, vor allem aber in Oberläufen von Fließgewässern, während die Unterläufe größerer Wasserstraßen bereits mit gebietsfremden Flusskrebsarten – insbesondere dem Amerikanischen Kamberkrebs (Orconectes limosus) – besiedelt sind.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH | |
| Quelle: | Wasser und Abfall 6/2013 (Juni 2013) | |
| Seiten: | 6 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Susanne Vaeßen Denise Herrmann | |
| Artikel weiterleiten | In den Warenkorb legen | Artikel kommentieren |
Öl-Havarie an der Wupper-Talsperre - Erfahrungen und Erkenntnisse
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2025)
Am 14.07.2021 kam es aufgrund von ergiebigen Niederschlägen zu einem extremen Hochwasserereignis in Teilen von Westdeutschland. Dabei wurde auch das Einzugsgebiet der Wupper schwer getroffen. Im Fokus der sich aus den Niederschlägen ableitenden Abflussereignisse stand vor allem die Wupper- Talsperre. Die Hauptfunktion dieser Anlage ist der Hochwasserschutz für die Städte Wuppertal, Solingen, Leichlingen und Leverkusen.
Maßnahmen zum Schutz von Fischpopulationen, ein ganzheitlicher Ansatz bei großen Wasserkraftanlagen am Inn
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2025)
Mit der Herstellung der Durchgängigkeit, der Renaturierung von Gewässerabschnitten, Sedimentmanagement sowie mit Investitionen in den Populationserhalt hat die Wasserkraftbranche einen Beitrag zur Verbesserung des ökologischen Zustands der Flüsse geleistet, die beim Inn bis 2027 Investitionen um 100. Mio. € bedeuten.
Comparing the sustainability of active and passive groundwater containment systems for the treatment of PFAS plumes
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Two approaches can be used to stop a PFAS plume: hydraulic containment or passive filtration. Hydraulic containment is an ex situ method where groundwater is pumped above ground to create a hydraulic barrier, a.k.a. a capture zone, in the aquifer that the plume cannot move beyond.
Zu Wasserversorgungsanlagen am Obergermanisch-Rätischen Limes in Baden-Württemberg
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2024)
Mit Caesars Sieg im Zuge des gallischen Krieges (58 v. Chr.) begann die römische Okkupation der Region. Rom hatte sich zuvor nur um den Mittelmeerraum konzentriert. Rhein und Donau wurden von nun an zu bedeutenden Verkehrsachsen von Italien bis zur Nordsee und aus Gallien - dem Voralpenland entlang - über die Donau bis zum Schwarzen Meer.
Stark unterschiedliche Starkregengefahrenkarten nach den Leitfäden der Länder
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2024)
In den zurückliegenden Jahren haben Starkniederschläge schwere Überflutungen mit erheblichen Sachschäden und sogar Todesfällen verursacht. Mehrere Bundesländer haben Vorgehensweisen zur Erstellung von Starkregengefahrenkarten entwickelt und diese in Leitfäden veröffentlicht. Im Regelfall wird die Erstellung von Starkregengefahrenkarten nach diesen Leitfäden gefördert, wodurch mittlerweile zahlreiche Kommunen Karten erstellt haben.
