Die Entwässerungsmaßnahmen des Braunkohlenbergbaus verursachen weiträumige Grundwasserabsenkungen in der Niederrheinischen Bucht. Diese können auch grundwasserabhängige schützenswerte Feuchtgebiete gefährden. Deshalb wird im Einflussbereich des Tagebaus Garzweiler ein Teil des gehobenen Wassers zur Stützung des Grundwasserstands in Feuchtgebieten verwendet. Der Erfolg dieser Maßnahmen wird im Monitoring Garzweiler überwacht.
In der Niederrheinischen Bucht wird seit mehr als 100 Jahren Braunkohle gewonnen. Seit den 1950er-Jahren wurde die Förderung durch Tieftagebaue intensiviert. Die Trockenhaltung der drei Großtagebaue Hambach, Inden und Garzweiler erfordert zurzeit eine Sümpfungswassermenge von insgesamt 560 Mio. m³/Jahr. Diese Entwässerungsmaßnahmen verursachen weiträumige Grundwasserabsenkungen und können nicht nur die Wasserversorgung, sondern auch grundwasserabhängige schützenswerte Feuchtgebiete gefährden. Bis in die 1980er-Jahre hatte der Schutz von Feuchtgebieten gesellschaftlich keinen hohen Stellenwert, so wurden beispielsweise die Sümpfungsmaßnahmen des Tagebaus Garzweiler I zunächst ohne wasserwirtschaftliche Gegenmaßnahmen betrieben. Für die durch die Sümpfung geschädigten Feuchtgebiete wurden dann erstmals 1987 Maßnahmen zur Wiedervernässung ergriffen. Dabei stand die unmittelbare Zufuhr von Wasser im Vordergrund.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH | |
| Quelle: | Wasser und Abfall 6/2013 (Juni 2013) | |
| Seiten: | 4 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Dr. Renate Jaritz Daniela Berger | |
| Artikel weiterleiten | In den Warenkorb legen | Artikel kommentieren |
Wasserkraftnutzung und EG-Wasserrahmenrichtlinie
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2022)
Immer mächtiger werden die Forderungen verschiedener Kreise, die Wasserkraftnutzung zu beschränken oder nur noch bei Erfüllen massiver gewässerökologischer Maßnahmen zuzulassen. Was macht das Sinn, wenn das Medium Wasser durch Schmutzstoffe und hier besonders Spurenstoffe schon so „verseucht“ ist, dass Gewässerorganismen sich unterhalb üblicher Kläranlagen gar nicht mehr selbst reproduzieren können?
Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm der FGE Warnow/Peene
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2021)
Die Flussgebietseinheit Warnow/Peene hat am 22. Dezember 2020 die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme 2021 – 2027 für die Flussgebietseinheit der Öffentlichkeit zur Stellungnahme bis zum 22. Juni 2021 zur Verfügung gestellt. In den Plänen sind der aktuelle Stand des Zustands der Gewässer sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Erreichung des guten Zustands dokumentiert.
Der modifizierte, sohlenoffene Denil-Pass - Renaissance einer kostensparenden Fischaufstiegsanlage
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2021)
Denil-Pässe galten bislang als einschränkend für die Passage von bodenorientierten und schwimmschwachen Fischen. Bei dem modifizierten Denil-Pass wurde das Konzept in erster Linie dahingehend überarbeitet, dass Sohlensubstrat in den Fischpass eingebracht wurde. Durch mehrere
Untersuchungen im Labor und im Feld konnte das System hydraulisch optimiert werden. Im Zuge von Funktionskontrollen in der Barben- und Forellenregion wurde die Passage eines breiten Spektrums an Arten und Größenklassen nachgewiesen. Dabei konnten auch hohe Aufstiegszahlen
von bodenorientierten Kleinfischen festgestellt werden.
Gewässerdynamik als Ökosystemdienstleistung zur Umsetzung der WRRL
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2021)
Eigendynamische Veränderungen der Gewässermorphologie sind in natürlichen Fließgewässern ein stetiger, die Strukturgüte beeinflussender Prozess. In anthropogen beeinflussten Abschnitten werden eigendynamische Prozesse häufig nicht zugelassen oder durch Unterhaltungsmaßnahmen rückgängig gemacht. Im vorgestellten Fallbeispiel Guldenbach kam es in Folge hoher Abflüsse zu einer Laufverlegung und umfangreichen Strukturverbesserungen. Die Eigendynamik des Gewässers sollte als kostenfreie Ökosystemdienstleistung zur Umsetzung der WRRL wertgeschätzt werden.
German Water Partnership etabliert sich als Dachmarke der deutschen Wasserwirtschaft, -forschung und -politik
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2010)
Nach nur zwei Jahren hat die Gemeinschaftsinitiative, die Unternehmen und Forschungsinstitute bündelt und vernetzt, eine beachtliche Entwicklung vorzuweisen: Knapp 300 Mitglieder sind aktiv, um als German Water Partnership (GWP) ausländische Märkte für deutsche Technologie, Innovation und Dienstleistung im Wassersektor gemeinsam zu erschließen.
