Die Auswahl einer geeigneten Maßnahme zur Bewältigung eines wasserwirtschaftlichen Problems ist oft schwierig und hat Auswirkungen auf vielerlei Faktoren. Die Multikriterien Analyse ist eine Methode zur Unterstützung der Verantwortlichen bei der Entscheidungsfindung. Das Analyseverfahren wird anhand eines Beispiels im Kontext der europäischen Wasserrahmenrichtlinie vorgestellt.
Diese Einführung in die Verwendung und Möglichkeiten der MKA im wasserwirtschaftlichen Sektor zeigt, dass die MKA auch im Zusammenhang mit der WRRL angewendet werden kann. Die Fallstudie konzentrierte sich hierbei auf die Begründung von unverhältnismäßig hohen Kosten entsprechend dem Prüfschema von [1]. Die letztendliche Prüfung auf Unverhältnismäßigkeit konnte nicht abgeschlossen werden, da die Diskussion um die Art und Höhe von Kostenschwellen für diesen Bereich in Deutschland noch nicht abgeschlossen ist. Außerdem gab es nicht für alle Kriterien, die üblicherweise zur Beurteilung des Wasserzustandes herangezogen werden, Bewertungen. Dies stellt eine weitere Limitierung bei der Anwendung der Studie dar. Dennoch konnte durch die Fallstudie gezeigt werden, dass die MKA eine geeignete Methode für Entscheidungsunterstützung bei komplexen wasserwirtschaftlichen Fragestellungen ist. Besonders hervorzuheben ist die Charakteristik der MKA, sowohl quantitative als auch qualitative Bewertungen von Kriterien zu berücksichtigen sowie die Präferenzen von Interessenvertretern abzubilden.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 03/2013 (März 2013) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | M.Sc. Lena Jaumann Dr. Mohammad Azizur Rahman Prof. Dr. Martin Sauter | |
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Fisch-Populationsmodelle zur Abschätzung der Wirkung von Renaturierungsmaßnahmen am Unteren Inn
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Diese Studie kombiniert funktionale Habitatdynamik mit Larvendrift- und Populationsdynamikmodellen, um Renaturierungsmaßnahmen an einem Abschnitt des unteren Inn in Bayern zu bewerten. Das verbesserte Angebot an Laich- und Aufwuchshabitaten für kieslaichende Arten führt zu einem prognostizierten Anstieg der Rekrutierung je Art um durchschnittlich 14,9 Individuen/ha (7,3 Döbel/ha bis 27,3 Äschen/ha). Allerdings bleibt die Habitatverfügbarkeit limitiert, und aufgrund fehlender funktionaler Konnektivität sind nur 33 % aller vorhandenen Aufwuchshabitate nutzbar.
Aufbereitetes Abwasser - Eine Alternative fuer kommunale Anwendungen?
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In Bad Oeynhausen verschärfen Dürreperioden Nutzungskonflikte um Trinkwasser. Eine Lösung bietet die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser als alternative Wasserquelle. Das Forschungsprojekt „DigiWaVe“ bereitet die Grünflächenbewässerung mit digitaler, KI-gestützter Steuerung vor. Geplant ist eine Brauchwasserleitung ins Stadtzentrum. Da rechtliche Anforderungen für Bau und Betrieb noch ungeklärt sind, soll ein Austausch aller Akteure Risiken minimieren und die Akzeptanz fördern. In Bad Oeynhausen findet dieser Prozess bereits statt.
Der Sensorfisch - eine innovative Methode zur Abschätzung des Schädigungsrisikos von Fischen an Wasserkraftanlagen
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Der Sensorfisch ist ein innovatives Messinstrument, das die physikalischen Belastungen für Fische bei der Passage von Wasserkraftanlagen unter realen Betriebsbedingungen aufzeichnen kann. Kollisionen, Druckveränderungen, Scherkräfte und Turbulenzen, die in Turbinen oder alternativen Abstiegskorridoren auftreten, können während des laufenden Betriebs gemessen und quantifiziert werden. Aus den Sensorfisch-Daten lassen sich weniger schädliche Turbinentypen, Betriebsmodi und alternative Abstiegskorridore für flussabwärts wandernde Fische identifizieren, was zu einer Verbesserung des Fischschutzes an Wasserkraftanlagen beitragen kann.
Möglichkeiten zur Auswahl von Hochmoorstandorten für eine erfolgreiche Wiedervernässung
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Die Wiedervernässung von Hochmoorflächen als zentrale Maßnahme des Moorschutzes ist auf eine ausreichende Wasserverfügbarkeit angewiesen, die in Zukunft in einigen Regionen Niedersachsens gefährdet ist. Daher ist vorab eine fundierte Bewertung der betroffenen Hochmoorflächen erforderlich, um die Flächen auszuwählen, bei denen eine erfolgreiche Vernässung erwartet werden kann.
Intensivierung natürlicher Prozesse zur Elimination von organischen und anorganischen Spurenstoffen in modifizierten Bodenfiltern
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Vor dem Hintergrund der novellierten Kommunalabwasserrichtlinie rückt die Elimination von Spuren stoffen vermehrt in den Fokus. Naturnahe Systeme können in diesem Zusammenhang insbesondere für kleinere Kläranlagen sowie für die Niederschlagswasser- und die Mischwasserbehandlung eine adäquate Technologie darstellen.
